Chirripó Nationalpark
Im Nationalpark Chirripó liegen ein paar der höchsten Berge von Mittelamerika, darunter der Cerro Chirripó.
Grüne Nebelwälder, wilde Bäche, seltene Pflanzen und hohe Berge zeichnen den Chirripó Nationalpark aus, der sich in Höhenlagen von etwa 1400m bis über 3800m erstreckt.
Der Park wurde zusammen mit dem La Amistad 1983 von der UNESCO als Biosphäre-Reserve erklärt. Ein Ort wo sich Fauna und Flora ungestört entwickeln kann. Hunderte von Vogel, Tier und Reptilienarten leben hier fast wie zur Zeit der Dinosaurier.
Ein Nationalpark voll natürlicher Schönheit mit Gipfeln wie dem Cerro Chirripó und Terbi, eiskalten, blauen Lagunen, heissen Quellen und grünen Tälern.
Im Park gibt es Wanderwege und einfache Berghütten um zu übernachten.
Ausgangspunkt um das beliebteste Ziel des Parkes, den 3820m hohen Cerro Chirripó zu erreichen, ist San Gerardo de Rivas.
San Gerardo de Rivas erreicht man von San José aus über den höchsten Pass des Landes, den Cerro de la Muerte und San Isidro del General. San Isidro ist ein hübsches Städtchen mit angenehmen Temperaturen, umgeben von Kaffeeplantagen. Von hier aus sind es noch etwa achtzehn Kilometer bis zum kleinen Dorf San Gerardo de Rivas im Chirripó Tal.
Bei der Parkstation in San Gerardo kann man den Eintritt für den Park und die Übernachtung in der Berghütte bezahlen. Es gibt einen Lageplan mit Route und weitere Informationen die man beachten sollte.
Im Dorf und Umgebung gibt es ein paar kleine Hotels um sich auf die Wanderung vorzubereiten. Wichtig ist natürlich eine gute Kondition, Wanderausrüstung und Schlafsack.
Über die Hotels und Parkstation findet man auch gute Führer. Mit einem Führer sieht man mehr, kann sich sicher fühlen und unterstützt das lokale Gewerbe.
Die Wanderung zum höchsten Gipfel von Costa Rica dauert am ersten Tag je nach Kondition um die sieben bis zehn Stunden.
Immerhin gilt es auf den etwa 16 Kilometern bis zum Refugio Los Crestones, wo man übernachten kann, über 2000 Höhenmeter zu überwinden.
In der einfachen Berghütte Refugio Los Crestones ist Selbstversorgung angesagt und man sollte vorher reservieren. Dies kann man in San Gerardo in der Parkstation machen.
Die Hütte mit Hüttenwart bietet fünfzehn Zimmer mit je vier Betten. Man kann Decken¨mieten. Es werden Sodas verkauft und manchmal werden auch Mahlzeiten zubereitet. Aber man sollte sich nicht darauf verlassen und selber etwas zum essen mitbringen. Es gibt Duschen mit Kaltwasser welche allerdings bei diesen Temperaturen nicht gerade einladen.
Am zweiten Tag geht es frühmorgens auf die letzten sechs Kilometer zum Gipfel des Chirripó.
Von hier aus besteht an schönen Tagen eine wundervolle Aussicht auf weitere Vulkane und Gipfel der nördlichen und südlichen Kordilleren sowie der Landbrücke von Costa Rica, auf der einen Seite die karibische See, auf der anderen der pazifische Ozean.
Danach geht es wieder bergab Richtung San Gerardo de Rivas. Aber nur gute Wanderer tun dies in einem Stück. Von der Hütte aus sind es immer noch etwa sechs Stunden bis San Gerardo de Rivas. Die meisten übernachten noch ein zweites Mal im Refugio Los Crestones und erforschen die Umgebung.
Die ideale Zeit um auf den Chirripó zu gehen ist die Trockenzeit zwischen Dezember und April.
Auch für diejenigen die keine Lust haben, den höchsten Gipfel des Landes zu erklimmen, lohnt sich ein Abstecher ins Chirripó Tal.
Wasserfälle, Thermalquellen und weniger anstrengende Wanderungen in der nahen Umgebung sind durchaus lohnenswert, zum Beispiel ins Naturreservat Cloudbridge.
interessante Links:
Hotel Uran San Gerardo
Anfahrtsskizze


