Bienvenidos! 04.07.2008, 20:39
 |
 |
Seite 1 von 1
|
| Autor |
Nachricht |
luis
Moderator
Anmeldedatum: 22.03.2003
Beiträge: 909
|
 Costa Rica und Waffen
Das die Costaricaner friedliebend und aggressionslos sind, wird mir immer wieder bewusst, wenn ich die vielen bewaffneten Wächter sehe  .
Hier trägt jeder Wachmann eine Pistole. Und da sich heute schon fast jedes Geschäft in den grösseren Städten einen solchen leistet, müssen tausende von Pistolen im Umlauf sein.
Und doch ist es relativ selten dass einer ausrastert und Amok läuft.
Das liegt wohl an der Struktur der Gesellschaft, in der die Familie noch als absolutes Fundament gelebt und geachtet wird.
Ob so viele Wachmänner und Waffen wirklich nötig sind, ist natürlich eine andere Frage  .
pura vida
Luis
Zuletzt bearbeitet von luis am 30.09.2007, 04:28, insgesamt 2-mal bearbeitet
_________________ www.laam.org
www.info-panama.com
|
| 29.09.2007, 04:38 |
|
 |
|
|
|
|
 |
Alexandra die Grosse
Sr. Member
Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 101
Wohnort: Tilarán
|
 Wachmänner
Wenn die Wachmänner nicht nötig wären würde doch keiner dafür bezahlen. Es gibt auch viele Privatleute die hier einen Waffenschein und eine Waffe besitzen. Wenn man bedenkt wieviele Wachhunde regelmässig vergiftet werden dann ist einem Wachmann der Vorzug zu geben. Mir wurden in 15 Jahren 6 Hunde vergiftet, nur 2 habens überlebt. Sowas ist für mich unverzeihlich, dabei gibts bei mir gar nix interessantes zu klauen. Ausserdem gibt es mit jedem Wachmann einen Arbeitslosen weniger der vielleicht sonst irgendwo einbrechen und klauen müsste.
|
| 29.09.2007, 20:01 |
|
 |
luis
Moderator
Anmeldedatum: 22.03.2003
Beiträge: 909
|
Zitat:. Ausserdem gibt es mit jedem Wachmann einen Arbeitslosen weniger der vielleicht sonst irgendwo einbrechen und klauen müsste.
Das ist ganz sicher richtig. Es gibt tausende Arbeitsplätze die in diesem Sektor existieren.
Mit dem Waffen tragen vergleiche ich die Situation eher mit der Schweiz wo es privaten Wachmännern (ausser Personenschutz), nicht erlaubt ist, Feuerwaffen zu tragen.
Das vergiften von deinen treuen Vierbeinern ist eine traurige Geschichte und leider in Costa Rica kein Einzelfall. Ich persönlich kann solche Taten nicht verstehen.
Gruss Luis
_________________ www.laam.org
www.info-panama.com
|
| 30.09.2007, 04:19 |
|
 |
pefer
Gast
|
Noch ein weiterer Aspekt ist zu sehen, einer, der sich radikal von Deutschland unterscheidet. Fuer die Costaricaner ist "der Staat nicht der Papa".
Das heisst, man ist selbststaendig, entscheidet selbst, und wer Lust hat auf eine Waffe kauft sich eine. Im uebrigen ist dieser Waffen-Spieltrieb ja Weltweit und hat weder etwas mit Aggressiv noch Boese, weder etwas mit Erziehung noch mit kulturellem Einfluss zu tun. Da gibt es ausreichende Untersuchungen und Berichte dazu.
Man kauft sich eine Waffe weil man dann ja auch ein ganzer Kerl ist.
Und was Hunde betrifft - von 5 Hunden wurden mir 3 vergiftet.Hat weh getan. Das hat nichts mit mir zu tun, das sind oftmals Banden, die irgendwo einbrechen wollen und dann alle Hunde der Gegend umbringne, damit nicht gebellt wird. Oder es sind Leute denen es stoert dass Hundebanden die Strassen bevoelkern, je nach dem. Pefe.
|
| 30.09.2007, 12:00 |
|
 |
Jürgen
Jr. Member
Anmeldedatum: 17.09.2003
Beiträge: 19
|
Ist schon sehr erstaunlich wenn man überall die Horden bewaffneter Wächter sieht. Wobei ich mich immer frage was die dann wohl mit der Knarre machen wenn es ernst wird. Den meisten traue ich es nicht zu, sich angemessen durchzusetzen und gegebenenfalls auch zu treffen.
Und wenn dann mal einer den Held spielt, geht der Schuss meistens nach hinten los. Siehe das Massaker von Monteverde in der Bank.
Andererseits habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, was ich wohl mache wenn irgendein Spinner unser Haus ausräumen will. Auf die Polizei warten kannst vergessen, bis die da sind, wenn sie überhaupt kommen, ist die Bude leer, wenn nicht sogar ganz abgebaut. Also wäre es ja schon praktisch so eine Kanone, am besten eine welche in Umkreis von 20 Meter alles niedermäht.
Nur kann ich es nicht mit mir selber vereinbaren, einen dummen kleinen Möchtegern Gangster wegen ner Stereoanlage oder Bohrmaschine über den Haufen zu schiessen. Selbst wenn ich auf meiner Finca das Recht dazu habe.
Zudem, wenn du als "richtiger Kerl" ne Knarre brauchts, haste eh ein Problem,
wo das hinführt, kann man ja schön in den USA sehen, aber auch in der schon erwähnten heilen Schweiz, da haben viele ihren Schiessbalken zu Hause im Schrank, was jedes Jahr zu diversen Tragödien führt.
Also lasse ich das lieber sein...
_________________ http://www.fincarincon.com
|
| 01.10.2007, 09:06 |
|
 |
elb
Jr. Member
Anmeldedatum: 06.01.2007
Beiträge: 36
|
du musst ihn ja nicht übern haufen schiessen es reicht ja wen du ihm ins bein schiest.
bei mir zuhause in der schweiz mein bruder hat 3 gewehre im schrank stehen daneben ligt die munition der karabiner vom grosvater hägt an der wand mit geladenem magazin und die armee waffe fom fater steht bei ihm im schrank also besonderes ist das nicht
_________________ http://www.wikivoyage.org/de/Costa_RicaReiseführer
|
| 01.10.2007, 09:17 |
|
 |
Jürgen
Jr. Member
Anmeldedatum: 17.09.2003
Beiträge: 19
|
Respekt vor Eurer Waffenkammer, will Euch auch gar nichts unterstellen, aber man kann es nicht vom Tisch wischen, dass bei diversen Leuten (auch ganz normale und friedliche) irgendwann mal einer ausflippt. Wenn dann das Sturmgewehr geladen im Schrank steht ist der Schritt klein. Die Folgen kann man dann nachlesen in schöner Regelmässigkeit. Kenne die Schweiz seit 40 Jahren und will das Problem auch auf keinen Fall nur auf die Schweiz beziehen.
Überall auf der Welt gibts nur Ärger mit dem Zeug. Auch in dem so friedlichen CostaRica, nicht dass man generell bedroht wird, aber wer eine Knarre hat, will sie auch brauchen, und wenn er nur durch den Wald läuft und auf alles knallt was sich in den Bäumen bewegt. (Lieblingssport hier auf dem Land) Affen, Leguane, nichts ist sicher... vor den "ganzen Kerlen"
Ist schon irgendwie komisch, da wurde vor langer Zeit vernünftigerweise das Militär abgeschafft, und jetzt stehen sie mit kugelsicheren Westen, den Finger am Abzug in der Gegend rum
_________________ http://www.fincarincon.com
|
| 01.10.2007, 10:31 |
|
 |
luis
Moderator
Anmeldedatum: 22.03.2003
Beiträge: 909
|
Zitat:Nur kann ich es nicht mit mir selber vereinbaren, einen dummen kleinen Möchtegern Gangster wegen ner Stereoanlage oder Bohrmaschine über den Haufen zu schiessen. Selbst wenn ich auf meiner Finca das Recht dazu habe.
Ich denke es ist eine gute Entscheidung nicht oder wenigstens nur in die Luft zu schiessen.
Gruss Luis
_________________ www.laam.org
www.info-panama.com
|
| 01.10.2007, 15:54 |
|
 |
pefer
Gast
|
Niemand wird, wenn er eine Feuerwaffe hat, einfach nur in die Luft ballern oder jemanden ins Knie schiessen. Wer so ein Ding hat, will auch wissen, warum er es hat. Das liegt sehr deutlich im Wesen dieser Natur.
Und: Schiesse du mal in der Nacht jemanden genau ins Knie oder Bein... all die Verharmloser sind komischer Weise ausgezeichnete und kaltbluetige Scharfschuetzen.
Dann: meistens, oder zumindest oft, sind diese Kerle selber bewaffnet. Dann hast du die Kugel im Kopf und deine Steroanlage ist auch weg.
Und unterm Strich geht es hier um eine Weltanschauung. Ist ein Menschenleben so wenig wie Dreck wert, um es auszuloeschen, damit ich meine bloede Steroanlage halten kann, die ich mir eh wieder neu kaufen kann?
Ich denke jene, die die Sehnsucht nach Waffen haben, sind unreif, weil sie die Waffe brauchen, um staerker und "groesser" zu sein.
Und all jene, die mal eben sagen "ballere ich ihn halt um" wissen gar nicht, was sie da sagen. Geschwaetz.
Wer sich verteidigen will (gegen was) kann sich eine grosse Dose Traenengas kaufen. Die Kerle brechen eh erst dann ins Haus ein, wenn niemand da ist. Da hilft auch die Knarre nichts.
Also, wir sind in einem schoenem Land, das auch jede Menge Harmonie in sich birgt, schauen wir doch lieber auf diese Dinge, anstatt uns zu fragen: mit welchen toedlichen Waffen kann ich diese Hramonie halten? Ein Widerspruch.
Das denkt Pefe
|
| 02.10.2007, 09:21 |
|
 |
luis
Moderator
Anmeldedatum: 22.03.2003
Beiträge: 909
|
Zitat:Also, wir sind in einem schoenem Land, das auch jede Menge Harmonie in sich birgt, schauen wir doch lieber auf diese Dinge, anstatt uns zu fragen: mit welchen toedlichen Waffen kann ich diese Hramonie halten?
Die Schönheit von Costa Rica und Herzlichkeit seiner Bewohner ist unbestritten.
Aber Gedanken machen sollte man sich trotzdem.
Auf jeden Fall ist für mich der ganz klar bessere Weg, ein paar Vierbeiner im Hause zu haben, als eine Feuerwaffe.
Gruss Luis
Zuletzt bearbeitet von luis am 05.10.2007, 02:40, insgesamt 2-mal bearbeitet
_________________ www.laam.org
www.info-panama.com
|
| 02.10.2007, 10:17 |
|
 |
Alexandra die Grosse
Sr. Member
Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 101
Wohnort: Tilarán
|
Polizei ? Ha ha.
Bei uns in der Nähe wurde mal ein Strauchdieb beim Einbrechen auf frischer Tat ertappt, er hatte aber noch nix gestohlen. Die Hausbesitzer und die Nachbarn haben ihn festgehalten bis die Polizei kam. Die haben nur gegrinst und gemeint "warum habt ihr ihn denn nicht anständig verprügelt?" da er ja noch nix gestohlen hatte konnte die Polizei nix machen, haben sie zumindest behauptet.
Das Hunde vergiften ist so ein Volkssport, deswegen sind die Ticos bei mir weitgehend unten durch. Und oft ist es nicht mal wegen Einbrechen, da vergiftet eine Nachbarin sämtliche Hunde im Umkreis weil sie könnten ja in ihren (Unkrautverlausten) Garten kacken.
Auch wie sie im allgemeinen ihre Tiere behandeln, Fusstritte, nix zu fressen, Rassehunde werden gestohlen, Promenadenmischungen dagegen werden bei den Ausländern über den Zaun geworfen. Pferde werden solange auf den Kopf geprügelt bis sie halb bewusstlos sind, was die Besitzer dann mit Gehorsam verwechseln. Einen dieser Besitzer sieht man regelmässig im Fernsehen wie er stolz seinen Familienbetrieb vorstellt, Reittouren für Ausländer, die Narben an den Pferden zeigt man nicht.
Aber das ist wohl ein anderes Thema und ich möchte hier nicht zu ausführlich werden.
|
| 02.10.2007, 13:49 |
|
 |
pefer
Gast
|
Alexandra, du schreibst:
"Das Hunde vergiften ist so ein Volkssport", und
"Auch wie sie im allgemeinen ihre Tiere behandeln, Fusstritte, nix zu fressen".
Da spricht dein Zorn und der macht, wie immer, Blind. Also, deinen Worten nach vergiften wenigstens 55 Prozent der Einheimischen ihre Hunde und 55 Prozent treten sie und lassen sie halb verhungern.
Denn du schreibst ja in der Mehrzahl. Wenn es aber nur eine Minderheit macht, dann bitte sprich von "einigen" und nicht "dem Volkssport".Das ist wirklich diskriminierend all den Besitzern und Menschen gegenueber, die Tiere lieben, pflegen und hueten, und ich spreche von den Einheimischen!
Meine Hunde wurden auch vergiftet, und dennoch sehe ich Tag fuer Tag, nicht nur bei mir, dass Hunde zu fressen bekommen, geimpft werden, nicht umgebracht werden. Also bitte, du tust da doch ein sehr verzerrtes Bild malen, das unfair und ungerecht ist. Ich habe schon gesehen wie sorgenvoll Einheimische ihre Tiere behandeln, Aber wenn du das schon so pauschalisierst, dann sprechen wir doch mal von den Tierschindern in Deutschland, den Bullterriern, die als Kampfmaschinen gezuechtet werden, nichts zu fressen kriegen damit sie hochaggressiv werden und so weiter.
Nix fuer ungut.
Pefe
|
| 03.10.2007, 08:49 |
|
 |
Alexandra die Grosse
Sr. Member
Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 101
Wohnort: Tilarán
|
Hallo Pefer,
da hast Du wohl recht, ich bin einfach zu tierlieb für diese Welt. Die Kampfhundgilde (nicht nur in Deutschland) und ähnliche "Sportarten" wie Hahnenkampf ist mit so ziemlich das widerlichste was es gibt. Die Feiglinge sollen sich doch selber in den Ring stellen und gegenseitig zerfleischen, dann könnte man das noch verstehen, wenn sie so ihre aufgestauten Agressionen ausleben wollen. Dann sollen sie aber auch den Schmerz selber tragen und nicht den armen Tieren aufbürden. Mir tut auch keiner leid der von einem Stier beim Stierkampf aufgespiesst wird. Wer sein Ego mit sowas aufpolieren muss der hats wohl nötig. Wenn man noch bedenkt wieviel Geld für sowas hirnloses ausgegeben wird während anderorts die Kinder verhungern, dann frag ich mich wie man den Menschen als das intelligenteste Wesen auf Erden bezeichnen kann.
|
| 03.10.2007, 21:36 |
|
 |
Wohlleben
Sr. Member
Anmeldedatum: 11.10.2003
Beiträge: 327
|
 Costa Rica und Waffen
halloooo,
wie war das?
Die kommen eh blos wenn keiner im Haus ist?
Ab und an eben schon !!
"Waffenbesitz" .. Ich weiß es ist ein zwiespältiges Thema, aber..
Ein Amerikaner der in Samara ein Haus bewohnt wurde mit Waffengewalt überfallen, gefesselt, misshandelt und ausgeraubt!
Er überlebte und ..... ja kaum zu glauben, die Bande kamen nach 6 Wochen wieder. Aber diesmal schoss der Ami 2 von den Räubern nieder!! Von seitens der Polizei bekam er keine Propleme, Glück für IHN,.... es war eine Kolumbianische 3 köpfige Bande die ihr Unwesen trieb.
Sie fesselten, misshandelten mehrere Menschen in deren Häuser (nachts) und raubten in aller Ruhe alles aus! 1 Inder, 1 großer Immo-Makler 1 Italienerin (deren Arm wurde bei der Misshandlung so nebenbei gebrochen) verließen daraufhin das Land. Das waren Menschen die in Samara lebten.
Danke an den Amerikaner!
Seit dieser Zeit können wir, zumindest seit 1 Jahr wieder ruhig Leben! Die Bande breitete ihre Touren bis tief in die Pampas aus!
Nun ist Ruhe mit Hunde vergiften, mit Überfällen! Meine Hunde sind mein einziger Schutz!!
Ich möchte nicht meine Jahre in CR in meinem Haus, mitten in der Natur "hinter Gitter" verbringen müssen.
Ja, ich weiß, es ist eine gefährliche Entscheidung und vielleicht auch leichtsinnig!
pura vida
Vicky
_________________ Informationen über Costa Rica
http://www.costa-rica-immobilie.com
http://www.costa-rica-page.com
|
| 09.12.2007, 08:35 |
|
 |
|
|
Bienvenidos! 04.07.2008, 20:39 |
|
Seite 1 von 1
|
|