hallo peter
also goldwaschen ist nur in den nationalparks verboten. Die besten plätze wären im corcovado nationalpark, aber eben……..
schön, dass ich wieder an alte zeiten erinnert werde. Vor über 20 jahren kaufte ich eine kleine farm auf der osa und glaubte als kleinbauer ein schönes leben führen zu können. natürlich war dem nicht so und mein geld ging rasch aus. gut gab es gold auf der osa und man konnte sich mehr schlecht als recht durchschlagen. für rauchen und bier trinken reichte es allerdings nicht, denn im schnitt fand ich so ein halbes gramm pro tag. es gibt da zwei arten von goldsuchen. man gräbt einen tunnel immer der formation nach und schleppt das material zum fluss, wo es gewaschen wird. Dabei können kleinere nuggets gefunden werden. oder man wäscht direkt im fluss. da gibt es dann nur feingold, allerdings regelmässiger.
im jahre 1985 wurden alle goldsucher aus dem corcovado gejagt und nach langem kampf wurden sie auch entschädigt. ich wollte auch was kriegen, aber natürlich war ich ausländer!!!!!!! damals war pto. jimenéz noch ein richtiges goldsucherstädchen mit netten kneipen und puffs. heute hat sich das geändert. der corcovado nationalpark zieht viele turisten an und die gegend lebt vom turismus. das ist eigentlich ganz gut so. was mich stört, sind die amis die sich hier niedergelassen haben und so tun als nichts ohne sie gehen würde.
und nun zu deinen fragen. also mit goldschürfen läuft heute nicht mehr viel auf der osa. am besten fährst du erstmals nach pto. jimenéz und fragst nach simon. er ist gebürtiger münchner, lebt allerdings schon bald 30 jahre in costa rica. simon hat jahrelang gold aufgekauft und nuggets an die amis verkauft. als es ihm schlecht ging musste auch er schürfen. heute wohnt er in jimenéz, jeder kennt ihn und der kann dir die besten und aktuellsten infos geben.
12km ausserhalb von jimenéz liegt das kleine dorf \"dos brazos\" am rio tigre. hier wurde noch lange gold geschürft, denn man ist noch ausserhalb vom corcovado. da versucht auch ein östereicher namens herbert sein glück im gold. ob er noch da ist weis ich nicht, denn ich war schon über 2 jahre nicht mehr in dos brazos, da hättest du aber auch unterkunfts möglichkeiten. von dos brazos aus führt ein pfad (4std.)durch den corcovado park nach piedras blanca. das war damals das eldorado der goldsucher, von da konnte man dann in 2 stunden nach carate runterkraxeln, da gab es die einzige pulperia. aber falls dieser pfad noch besteht würdest du den nur mit einem einheimischen finden.
du kannst auch mit einem sammeltaxi von pto. jimenéz aus nach carate fahren. der rio carate war ein guter fluss zum schürfen und liegt ausserhalb vom corcovado, ist also legal. es sind zwar inzwischen ein paar überteuerte lodges in carate entstanden, aber du kannst da auch zelten. wenn du da ca. 2 std. den fluss hoch gehst, müsstest du eigentlich noch vereinzelte goldsucher treffen. in der nähe vom wasserfall standen ihre hütten........
so das wäre alles im moment. falls du nach pto. jimenéz willst komm doch zuerst nach golfito zu unserer purruja lodge, da kann ich dir noch fotos zeigen und ein wenig gold habe ich auch noch rumliegen.
viel spass wünscht walti
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