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Projekt in Südamerika / Costa Rica ?
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Beitrag Projekt in Südamerika / Costa Rica ? 
Ein Traum soll verwirklicht werden!

Wir möchten etwas erschaffen, was es uns ermöglicht ein freieres, natürlicheres und unabhängigeres Leben zu führen, als wir es hier je verwirklichen könnten:

In einer Gemeinschaft von gleichberechtigten toleranten Mitgliedern, oder kurz: unter Freunden, soll gemeinsam – und jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten – Land bebaut, Tiere und Pflanzen bewirtschaftet und jedem ermöglicht werden, sich in seiner ganz persönlichen Lebensweise zu entfalten.

Noch offen für andere Vorschläge übt aber Süd- und Mittelamerika auf uns einen besonderen Reiz aus und scheint der geeignete Platz für unser Vorhaben zu sein.

Unsere Vorstellung von einem neuen Leben in einem fernen Land ist daher alles andere als der Wunsch nach einem nie endenden Urlaub. Wir wissen, dass wir auch im „Paradies“ arbeiten müssen und auch vor Rückschlägen und Enttäuschungen nie sicher sind. Sich in einen anderen Kulturkreis zu integrieren gehört zu unseren vorrangigsten Zielen und Herausforderungen.

Wir haben nicht vor, einfach abzuhauen und hier alles hinter uns zu lassen, sondern wollen uns so gut wie möglich vorbereiten und uns auch von unserer Heimat, unserer Familie und den Freunden respektvoll verabschieden. Trotz Vorbereitungszeit wollen wir das Ziel aber auch nicht aus den Augen verlieren und haben uns daher ein zeitliches Limit von 2 bis 2 ½ Jahren gesetzt!

Wer auch nicht nur träumen möchte und sich vielleicht uns anschließen will, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen!

E-Mail: ostlano@gmx.net

 



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Beitrag Re: Projekt in Südamerika / Costa Rica ? 
Täume sind vielfach auch Schäume………….Vor 20 Jahren bin ich in Costa Rica hängen geblieben. Eigentlich wollte ich gar nicht auswandern, das hat sich einfach so ergeben. Mit meinem beinahe letzten Geld kaufte ich mir ein 23 hektar- Grundstück, das freiere natürliche und unabhängige Leben konnte losgehen.

Mein Grundstück auf der Peninsula de Osa, lag eigentlich mitten im Dschungel. Kein Weg, kein Strom und das Wasser musste ich etwa 500mtr. Von der Quelle auf den Berg schleppen. Als Schweizer baute ich natürlich meine Holzhütte wegen der Aussicht am höchsten Punkt. Weil ich zuwenig Geld hatte konnte ich mir keine Arbeiter leisten und musste alles selbst machen. Was glaubt Ihr was es heisst mit der Machete bei über 30 Grad und hoher Luftfeuchtikeit im Zeugs rumzuroden. Nach dem Abbrennen wird dann beispielsweise Mais gepflanzt. Da macht man alles von Hand. Mit einem spitzen Stock macht man alle 60cm ein Loch und wirft so 4 Körner rein. Wisst ihr wie gross ein hektar sein kann, wenn man so arbeitet. Das Unkraut wächst schneller als der Mais. Nach ungefähr 3 Wochen sieht dein Maisfeld wunderbar aus, schön grün mit kräftigen Farben. Dann geht es aber los. Den Blattschneiderameisen schmeckt das frische grün und räumen auf. Man muss Gift in die Ameisenstrassen legen. Das Gift ist gegenüber dem Mais saumässig teuer. Nach 3 Monaten hast du dann langsam Kolben an den Stenegel. Zuerst kommen die Papageien und machen die Kolben auf. Die Affen, Nasen- und Waschbären fressen dir den Mais weg. Gegen Abend muss man ums Feld rennen um die Viecher mit Schreien und Geräuschen zu vertreiben. Dann kommt irgendwann die Ernte, wenn du Glück hast holst du pro hektar 10- 15 Zentner raus, meistens hat man aber Pech mit Wetter und so. Wenn du Glück hast musst du nun die Zentner an die Strasse schleppen, musst den Transport in die Stadt teuer bezahlen und dann beim Einkäufer erfahren, dass das der Maispreis im Moment ganz tief liegt. Diese Maisgeschichte ist eigentlich nur ein simples Beispiel, ich könnte noch viele auflisten. Ich habe dann auch längere Zeit Gold gesucht, aber wenn ich ehrlich bin habe ich bei mindestens 8 Std. harter Arbeit höchstens im Schnitt höchstens ein halbes gramm gefunden. Ich hatte Glück mit meiner costaricanischen Frau, denn sie kannte sich im Wald aus. Gegessen haben wir immer, allerdings immer Reis und Bohnen mit gekochten Bananen und so, Geschmeckt hat es immer, denn Hunger ist der beste Koch. (eine europäische Frau wäre schon lange davon gelaufen) Als dann unsere Tochter auf die Welt kam, musste ich mit Rauchen aufhören. Weil meine Tochter die Brust nicht akzeptierte musste ich Pulvermilch kaufen, denn eine Kuh hatten wir noch nicht. Die Pulvermilch war teuer und es reichte nicht mehr aus für die Zigaretten. So was drückt natürlich auf Vater- Tochter- Beziehung.

Ein paar Jahre später kam mich ein Freund besuchen. Er borgte mir Geld für ein Flugticket in die Schweiz. Da ging ich dann ein halbes Jahr arbeiten, ich hatte 3 verschiedene Jobs. So kam ich langsam wieder auf die Füsse. Seit 14 Jahren gehe ich nun für eine Firma für 6 Monate pro Jahr auf Montage. Heute geht es uns gut. Mit dem so verdienten Geld konnten wir eine schöne Lodge aufbauen. Auf meinen Jeep wie auch auf mein kleines Boot will ich nicht mehr verzichten. Alle 3 Jahre gönne ich mir einen neuen Computer und meine Bierchen will ich auch trinken. Ich bin nun 46 Jahre alt und werde das noch bis 50 machen. Dann habe ich ausser meiner schuldenfreien Lodge auch noch ein paar 100 000$ auf dem Konto, das mir 5-6% Zins gibt.

Eigentlich wollte ich gar keine Geschichte schreiben. Ich möchte nur mitteilen dass ihr falls den Traum eines freien, natürlichen und unabhängigen Leben verwirklichen wollt, nehmt genug Geld mit, ansonsten kann sich der Taum schnell in eine Entäuschung umwandeln.

Viele Grüsse und gutes Glück. Bitte schreibt mir in ein paar Jahren wieder

E-Mail: w.rosenberg@gmx.net

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Beitrag Re: Projekt in Südamerika / Costa Rica ? 
Ich stimme Walter voll zu. Auch wenn sich der Weg jedes einzelnen Aussteigers auf ganz individuelle Weise gestaltet, so bleibt doch die Tatsache bestehen, dass man sich das Paradies in Wahrheit erkaempfen muss und harte Rueckschlaege erteilt bekommt...alles in allem ist es aber die Haerte wert, weil man dadurch ja auch beginnt endlich das Leben wieder zu spueren. Und der Lernprozess dabei ist enorm.

Ich begruesse daher jede Entscheidung und Aktivitaet, die mehr persoenliche Freiheit bringt. Aber es sollte schon mit Hirn und vor allem mit einem soliden Finanzplan erfolgen. Unweigerlich stosst man auf Geldprobleme, weil Ackerbau, Viehzucht und Toleranz einfach nicht ausreichen, auch wenn das gesellschaftliche Umfeld noch so cooperativ und gut durchorganisiert ist.

Ich verstehe allerdings nicht warum ihr mit einer Karawane losziehen muesst und es nicht erst einmal selbst vorlebt...ihr werdet staunen wie sich die Anhaenger von selbst einfinden, wenn das Projekt erfolgreich ist. Jesus hat nicht einmal seine Apostel gesucht, sie waren einfach da, als die richtige Zeit gekommen ist... aber jetzt wird es schon philosophisch und theologisch....

Fuer Euer Vorhaben wuensche ich Euch auf jeden Fall viel Glueck und Erfolg!

Chris

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Beitrag Re: Projekt in Südamerika / Costa Rica ? 
Hallo,

das ist mal ein ehrlicher Beitrag.

Danke

Joaquin

 
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