Ich (26) war vom 10. bis 25.2.2007 mit meiner Kollegin das erste Mal in Costa Rica und habe da die schönsten Tage meines Lebens erlebt!! Hier mein Reisebericht, der vielleicht etwas zu detailliert ausgefallen ist
Tag 1 (Schweiz – Madrid – San José)
Abflug mit Iberia über Madrid. Liebenswürdiger Empfang in San José mit Shuttleservice und Guide (ein Deutscher namens Josef). Er hat uns kurz über die wichtigsten Sachen (Reisesteuer, Trinkgeld, Währung usw.) orientiert. Übernachtung im Hotel Fleur de Lys (sehr zentral gelegen, in einer ruhigeren Strasse).
Tag 2 (San José – Vulkan Irazu – Turrialba)
Herrliches Frühstück und anschliessend Übernahme Mietwagen durch Adobe rent a car (Daihatsu Terios, 4x4). Ein Telefon wurde uns ebenfalls zur Verfügung gestellt (sämtliche Anrufe und SMS im Inland gratis). Fahrt durch eine eindrückliche Landschaft zum Vulkan Irazu. Unterwegs hatten wir etwas Probleme mit dem Weg. Eine Frau hat uns netterweise aus der Stadt Cartago mit Ihrem Wagen geführt.
Da der Himmel an diesem Tag absolut wolkenfrei war, hatten wir auf dem Vulkan eine wunderbare Sicht auf die Landschaft.
Weiterfahrt nach Turrialba. Übernachtung im Hotel Geliwa, das sich in einer wunderschönen Grünanlage befunden hat. Zimmer schön gross und gemütlich. Anschliessend ging es mit dem Bus nach Turrialba, wo wir was typisches ge-gessen haben (Casado). Rückfahrt mit flottem Taxifahrer...
Leider befand sich das Hotel etwas ausserhalb der Stadt an einer grob befahrenen Strasse
Tag 3 (Turrialba – Cahuita-Nationalpark – Pto. Viejo)
Nach dem Frühstück ging die Fahrt weiter nach Limòn, dann zum Nationalpark Cahuita. Konnten den Wagen direkt vor dem Eingang des Parkes abstellen. Der Strand im Park war sehr naturbelassen, jedoch konnte man da kaum im Meer schwimmen (teilweise starke Wellen). Touristen waren fast keine anzutreffen
Weiterfahrt nach Pto. Viejo. Strasse befanden sich in schlechtem Zustand (viele Schlaglöcher)
Tag 4 (Pto. Viejo)
Frühes Aufstehen mit anschliessendem "Express-Frühstück". Fahrt zum Manzanillo-Nationalpark. 4stündige Tour durch Guide Carlos. Wir waren bloss zu zweit und konnten daher von vielen Infos und Eindrücken profitieren
Den Nachmittag haben wir an dem wenig besuchten Strand ausklingen lassen. Dieser war nur 3 Gehminuten vom Hotel entfernt und wunderschön
Am Abend hat uns Kellner Fabrizio mit nach Pto. Viejo zu einem Strassenfest (Music-styl Raggae) begleitet. War eine schöne Erfahrung mit den Einheimischen
Tag 5 (Pto. Viejo – Turtuguero)
Wiederum früh aufstehen, "zmörgele" und Check-Out. Fahrt nach Tortuguero. Hatten Mühe, die Anlegestelle Caño Blanco gemäss unserem Reisebericht des Reisebüros zu finden
Ca. 30 Minuten fuhren wir durch die Kanäle und sahen viele versch. Tiere (u.a. ein Delfin!). Die Unterkunft Samoa Lodge war ein Traum und umgeben von viel Natur und Tieren
Leckeres und unterhaltsames Abendessen mit deutschen Touristen. Anschlies-send war eine Nacht-Tour geplant. Gabriel hat uns mit dem Kanu durch die Kanäle gepaddelt. Dabei haben wir Kaimane, Frösche, Krebse und vieles mehr gesehen. Obwohl wir fast mit dem Kanu kenterten, war es schlussendlich doch ein tolles Erlebnis
Tag 6 (Tortuguero – La Fortuna)
Nach 3h Schlaf hat uns Gabriel aus dem Bett "geklopft". Wir sind mit anderen Touristen um 5.00 Uhr morgens durch die Kanäle getuckert und haben dabei die Tiere beim Erwachen beobachtet (Schildkröten usw.). Danach folgte das Morgen-essen und wir fuhren mit einem kleinen Lunchpaket zurück zur Anlegestelle, wo wir unseren Wagen geparkt haben.
Es folgte eine relativ lange Fahrt zum Ort La Fortuna
Danach haben wir unser Bungalow, mit Wahnsinnsblick auf den Vulkan, bezogen. Den Wagen konnte man direkt vor dem Zimmer parken. Zurück in der Reception haben wir noch einen Ausflug für den nächsten Tag gebucht. Durch die lange Fahrt und den wenigen Schlaf in der Vornacht, gingen wir relativ früh ins Bett.
Tag 7 (La Fortuna)
Grosses Frühstücksbuffet. Man merkte jedoch, dass hier weit mehr Touris-ten "herumschwirrten", als bei unseren vorigen Unterkünften.
Fahrt mit Bus und Guide José zum Vulkan. José hatte das Wissen eines Buches und plapperte ständig und ununterbrochen ganz viele, interessante Sachen (Vulkan, Natur usw.)
Am Nachmittag haben wir den Pool unsicher gemacht und noch etwas in den heis-sen Hotelquellen gebadet.
Am Abend haben wir in einem Restaurant gegessen, dass uns ein Guide empfohlen hatte und uns anschliessend auf die Suche nach einer bestimmten Disco gemacht. Irgendwann mal landeten wir in einer Bar. Daraufhin riefen wir den Guide José an und der hat uns dann zu einer Rodeo-Show mitgenommen und uns nebenbei noch die Baustelle seines Hauses gezeigt. Anschliessend sind wir alle zu einem Aussichtspunkt gefahren, von wo aus man die glühende Lava des Vulkans eindrücklich sehen konnte.
Tag 8 (La Fortuna – Monteverde)
Frühstück und Check-Out. Fahrt nach Monteverde. Leider hat an diesem Tag ein grosses Velorennen stattgefunden. Nebst den kurvigen Strassen mussten wir uns auch noch um sämtliche Velofahrer "herumschlängeln" (2h lang!!)
Ankunft im Hotel nach einer ganz steilen Fahrt. Das Hotel machte einen komforta-blen Eindruck. Nach dem der Kellner das Gepäck mühsam die Treppe heraufgeschleppt hat (er hatte wohl erbarmen mit mir
Am Abend feines Nachtessen in einer Pizzeria, die etwas abseits von unserem Hotel gelegen war. Da wir jedoch einen guten Wagen hatten, war es kein Problem, die matschigen Strassen zu befahren
Tag 9 (Monteverde – Manuel Antonio)
Obwohl wir unsere Pyjamas angehabt hatten, sind wir am nächsten Morgen ziemlich verfroren aufgewacht
Die Fahrt dauerte bis in die Abenddämmerung (Abfahrt von Monteverde war halb so schlimm wie die Anfahrt). Aufgrund der Dunkelheit hatten wir etwas Mühe, das Hotel Karahé zu finden. Die Hotelanlage selber war direkt am Meer gelegen und ca. 5 Fahrminuten von Quepos entfernt (zwischen Manuel Antonio und Quepos).
Tag 10 (Manuel Antonio)
An Ausschlafen war nicht zu denken, weckte uns um 7.00 Uhr morgens ein Guide namens Drago, der uns in 15 Minuten abholen wollte
Nach der Besichtigung gingen wir beide dann nochmals in den Park und haben den schönen Badestrand genossen. Wir waren erstaunt, hatte es nicht ganz so viele Touristen da
Im Anschluss danach sind wir kurz nach Quepos gedüst. Quepos selber ist nicht so gross. Es hatte da aber ganz gute Restaurants und kleine Cafés und ganz viele Touristenläden. Bei der Heimfahrt sind wir dann bei einem Tourenveranstalter-Büro vorbei und haben dort diverse Touren gebucht. Diese waren relativ teuer (z.B. River Rafting 80 Dollar..)
Am Abend folgte ein Nachtessen in einem etwas teureren Restaurant zwischen Quepos und Manuel Antonio. Speisekarte hatte es dort keine, denn sämtliche Speisen waren an die Wand gekritzelt
Tag 11 (Manuel Antonio)
Endlich mal ausschlafen, gemütlich mit Sicht auf's Meer frühstücken, Strand beim Hotel geniessen (Liegestühle waren gratis zur Verfügung)
Das Nachtessen am Abend haben wir in Quepos selber genommen. Dort sind die Restaurants "günstiger" im Vergleich zu denjenigen zwischen Quepos und Manuel Antonio. Danach hatten wir viel Spass in der "Lounge" mit Raggae-Music (war anscheinend ein "Einheimischer-Treffpunkt").
Tag 12 (Manuel Antonio)
Frühes Aufstehen und Frühstücken. Abholung durch einen Bus, der uns mit diversen Touristen zum Hafen brachte. Dort wartete bereits der Katamaran. Während der Fahrt haben wir viele Delfine gesehen. Leider war es Kunststück, diese Tiere zu fotografieren. Ich war jedoch eine der Glücklichen, die einen Deflin im Wasser neben dem Boot abknipsen konnte
Am Abend trafen wir uns wieder mit den Einheimischen und verbrachten mit denen bis 4Uhr morgens einen ganz tollen Tanzabend.
Tag 13 (Manuel Antonio – Jàco)
Nach nur 2h Schlaf sind wir aufgestanden, haben gefrühstückt und wurden abgeholt für's River-Rafting (Stufe 5!!). Nach einer ganz langen Instruktion sind wir dann ins Boot gestiegen. Pro Boot 2 Leute und einen Guide. Na ja, ich persönlich hatte da wirklich Angst, vor allem nach dieser eindrücklich, langen (ca. 30 Min.) Instruktion. Aber es lief eigentlich alles ganz gut ab. Ausser ein paar Schrammen und einem angeschlagenen Knie hatten wir keine anderen Verletzungen zu beklagen
Check-Out am Nachmittag im Hotel und Fahrt nach Jàco. Da haben wir mit dem Guide von Tortuguero (Gabriel) abgemacht. Wir durften auf der Ranch seiner Familie reiten. Während dem Ausritt haben wir die Krokodile besucht. Wir sind doch tatsächlich mit Gabriel zum Fluss (Tarcoles??) gelaufen und er hat dort die grossen Fiecher mit Fleischstücken gefüttert. Als dann aber so etwa um die 12 Stück um uns herumgelungert sind, haben ich und meine Kollegin fluchtartig den Fluss verlassen
Am Abend haben wir uns dann ein Hotel in Jàco genommen (war kein Problem ohne Vorbuchung, obwohl Hauptsaison war) und ginge im Ort was Typisches essen.
Wir persönlich waren von Jàco enttäuscht
Tag 14 (Jàco – San José)
Am anderen Morgen ging Gabriel surfen und wir haben unterdessen in einem netten Strassenrestaurant gefrühstückt (wie immer mit vielen Früchten, Vollkorntoast, Pancake). Anschliessend haben wir aus dem Hotel ausgecheckt und sind zum Privatstrand Punta Leona gefahren. Dank Gabriel konnten wir da einfach "reinspazieren". Der Strand selber war aber nicht soo schön, wie man es immer in den Reiseführern liest. Er war von Touristen überfüllt. Von dem her war der Strand in Manuel Antonio und Quepos viel viel schöner.
Am Nachmittag haben wir uns dann geduscht und umgezogen und sind zum Flughafen gefahren. Unterwegs haben wir Gabriel abgeladen. Dort angekommen, teilte man uns mit, dass der Flug nach Madrid überbucht wäre und wir somit nochmals eine Nacht in San José bleiben müssten
Wir wurden im Hotel Irazu (Best Western) einquartiert. Das Essen war wiederum nicht unbedingt so toll, handelte es sich dabei um Gutscheine für ein Fast-Food-Restaurant
Tag 15 (San José – Catarata de la Paz)
Vor dem Frühstück haben wir eine Tagestour gebucht und haben ausgecheckt. Der Touristen-Bus hat unser Gepäck gleich eingeladen und wir sind dann zu der Peace Lodge zu den Waterfall-Gardens gefahren. Dort haben wir Frösche, Colibris, Schmetterlinge und einen wunderschönen Wasserfall besichtigt. Der Lunch (ein reichhaltiges Mittagsbuffet) war im Preis inbegriffen.
Am Abend wurden wir dann direkt auf den Flughafen chauffiert und haben schweren Herzens den Rückflug angetreten. Da wir schon einen Tag vorher die Plätze gebucht hatten, konnten wir es uns an den Notausgängen gemütlich machen
Angekommen in Madrid, mussten wir aus dem Flughafen auschecken, um die Gutscheine der Iberia einzulösen. Das war dann eher der mühsamere Teil, denn wir hatten bestimmt 3h, bis wir unser Ziel erreicht haben
Unsere Tipps für andere "Neulinge":
Mietwagen
Auf jeden Fall würde ich wieder einen Mietwagen mieten und nie in einer Gruppe reisen. Die Strassen sind gut befahrbar, wenn man das Autofahren einigermassen im Griff hat. Nur so erlebt man das "richtige" Land und kommt ganz schnell in Kontakt mit den Einheimischen
Geld
Nur Dollars mitnehmen und dann vor Ort in Colones wechseln. Wir haben uns bemüht, nur mit Colones zu bezahlen, da man bei den Einheimischen (vor allem in kleinen Vororten) einen freundlicheren Eindruck hinterlässt. Die mögen anscheinend teilweise die Amerikaner nicht so
Sprache
Die Costa Ricaner freuen sich total, wenn man sich um jedes einzelne Spanisch-Wort bemüht (auch wenn es nur ein paar Wörtchen sind). Mit Englisch kommt man aber auch ganz gut voran, ausser in ganz kleinen Dörfern. Da reden die Leute wirklich nur Spanisch
Ich hoffe, dass der Reisebericht nicht allzu langweilig war und man daraus doch brauchbare Infos entnehmen konnte. Für Fragen oder Sonstiges stehen wir natürlich gerne zur Verfügung!
PURA VIDA
Tanja
PS: Bestimmt waren das nicht meine letzten Ferien in Costa Rica. Würde am liebsten baldmöglichst nochmals hinfliegen... *träum*



