Costa Rica Reise / Juni 2004
Von: Heiko und Bibs
Unsere Reise begann am 21.06.04 und endete am 05.07.04. Wir residierten im Hotel Punta Leona. Na ja, residieren ist vielleicht etwas zuviel gesagt ..... na halt übernachtet. Wer Interesse an Fotos hat kann uns eine Mail schreiben.
Die Flugreise nach San José beträgt ungefähr 13 Stunden reine Flugzeit. Mit umsteigen und Wartezeiten haben wir von Düsseldorf aus bis ins Hotel Punta Leona ca. 24 Stunden gebraucht. Die haben sich aber voll und ganz gelohnt.
Von Düsseldorf ging es erst mal nach Orlando wo die Maschine aufgetankt wird und Passagiere dazukommen. Die Ammi´s sind schon ein komisches Folk. Man muss mit seinem Handgepäck aussteigen durch 3 Kontrollen durch und dann wieder einchecken. Die Kontrollen sind jedenfalls sehr ordentlich.....grins....! In San José geht alles recht gut und zügig von der Hand. Draußen wartete man dann auf uns und es ging mit 4 Personen dann zum Hotel Punta Leona. Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden und ging über eine recht kurvige und bergige Strecke. Als wir die Einfahrt zum Hotel passiert hatten, fuhren wir über eine ca. 4 KM lange Zufahrt zur Hotelanlage. Wir erfuhren später, dass es sich tatsächlich um eine so große Anlage handelte und es der Primärwald war der hier zu durchqueren war. Als wir ins Zimmer kamen, waren wir etwas deprimiert. Es war sehr einfach. (für ein 4 Sterne Hotel) Mit den üblichen Sachen eingerichtet (Schrank, 2 Betten, Kühlschrank, Kommode, TV, Klima, einfaches Bad) Es stellte sich später heraus, das es Landeskategorie Sterne sind und wer mal nach Puntarenas fährt und sieht, wie die normalen Bürger da so leben, der weis dass die 4 Sterne im Verhältnis gerechtfertigt sind.
Es war aber nicht so schlimm mit dem Zimmer, denn man hält sich ja doch nicht so oft darin auf.
Ø Allgemeines zum Hotel <
Die Anlage ist recht großzügig angelegt und die 4 Zimmer Bungalows sind sehr schön abseits vom Trubel etwas höher gelegen (aber keine Treppen) mitten im Wald integriert. Alles ist durch Steinwege gut zu erreichen. Wenn man sich auskennt gibt es diverse Abkürzungen. Es macht aber Spaß alles zu entdecken. Die Grünflächen sind in einem tadellosen Zustand, wofür eine ganze Armader von Gärtnern jeden Tag sorgen. Man kommt sich vor wie in einem großen Park. Der älteste und größte Baum ist ca. 400 Jahre alt und wirklich ein Riese mit vielen Armen auf denen so manche Pflanze wächst. Es gibt auch allerlei Tiere die einem dort begegnen. Manche kommen selber (kleine Vögel, Echsen, Nasenbären, Waschbären und Schmetterlinge) und manche muss man selber suchen und finden. Es dauert auch eine Weile, bis man erkennen kann, was zum Baum gehört und was ein Tier ist. Allen ängstlichen sei gesagt, .....die ganzen giftigen und gefährlichen Tiere sieht man nur sehr selten. Und dass auch nur in der Dunkelheit. Diese Tiere suchen meist das Weite wenn Menschen in der Nähe sind. Sie spüren die Menschen durch Erschütterungen des Bodens und sind somit weg wenn man daher getrappelt kommt. Und es lauert auch nicht hinter jedem Baum eine große Spinne oder Schlange die einen fressen will. Ich persönlich habe DIESEN Baum (hinter dem diese Tiere sitzen) ja gesucht, aber nur einmal einen gefunden, wo eine große Vogelspinne dran saß. Diese war auch noch so träge, dass meine Frau, die recht viel Angst vor diesen Tieren hat, sie sogar streicheln konnte. Also keine Angst. Die Tiere hier sind der Umgebung so gut angepasst, dass es schon eine Herausforderung ist sie zu sehen. Und seien sie noch so bunt. Z.B. der grün-schwarze Giftpfeilfrosch ist in seine Umgebung (frisches und verwelktes Laub am Boden) nur sehr schwer zu erkennen. Zur Tierwelt aber später mehr.
Die Gebäude der Anlage sind in einem normalen Zustand. Hier und da wäre mal ein Anstrich nötig. Es fällt aber nur bei genauer Betrachtung auf. Auf den Fotos sieht alle meistens recht schön aus. Die Einzelnen Sachen, wie Pools, Bar, Restaurants, Supermarkt, Strand u.s.w. sind recht gut zu erreichen. Nun zu den Einzelheiten
Ø Restaurants <
Es gibt 4 Restaurationen dort.
- Die erste Möglichkeit „ „ liegt mitten im Wald und ist rustikal eingerichtet und passt sehr schön in die Natur. Dort wird je nach Gästezahl Essen serviert.
- Die zweite Möglichkeit „ „ ist unten am Strand und etwas einfach eingerichtet. Es wirkt wie eine Kantine der Einheimischen. Einfache Beleuchtung, wenig Dekoration, einfache Holztische und Stühle.
- Die dritte Möglichkeit „ „ ist am Kinderpool und ist für den Fast Food gedacht. Es ist ein kleines Pizza und Hamburger Lokal. Das Essen hier ist nicht schlecht. Bei den Pizzen sei gesagt, dass sie riesig sind. Eine große Pizza reicht für 6 Erwachsene. Eine Kleine für 1,5 Erwachsene. Mit einem Hamburger, der frisch gemacht wird ist man auch gut satt.
- Die vierte Möglichkeit ist das Grillrestaurant. Es ist recht edel aufgemacht und hat auch entsprechend gute Speisen. Bei Lopster muss man allerdings dazuzahlen. Leider hat es nur am Freitag und Samstag auf. Es lohnt sich aber.
Ø Essen <
Über das Essen kann man bekanntlich streiten. Dem einen reicht es und der andere ist mit nichts zufrieden. Also hier mal die Aufstellung ohne persönliche Meinung.
Morgens:
Amerikanischer Art:
Reis / Würstchen oder Hackbällchen / Kichererbsen / gebackene Bananen / Pfannekuchen + Sirup / Brötchen / Eier / Kornflaks / Brot / Obst / Kaffee / Tee / O-Saft / Milch / Fruchtsaft
Mittags:
Amerikanischer Art:
Reis mit oder ohne Kidneybohnen / Kartoffeln oder Pasta / Gemüse / Hünchen / Beef / Obst / Brötchen / Süße Nachspeisen
Abends:
Amerikanischer Art:
Reis mit oder ohne Kidneybohnen / Kartoffeln oder Pasta / Gemüse / Hünchen / Beef / Obst / Brötchen / Süße Nachspeisen
Ø Pool <
Es gibt 3 Pools. Einen am Restaurant im Wald. Er ist sehr klein und wer Mücken mag ist hier auch gut aufgehoben. Es sind auch nur wenige Leute dort, wegen der Moskitos.
Pool 2 und 3 sind am Strand gelegen. Einer ist ein Kinderpool der recht ansprechend für Kinder gemacht ist. Und einer ist an der Disco. 10 Meter vom Kinderpool entfernt. In der Mitte liegt die Bar und die Pizzabude.
Die Pools sind recht sauber und gechlort. In der Woche sind genug Liegen vorhanden. Am Wochenende, wenn die Einheimischen einfallen ist halt alles überfüllt. Man ist dann besser nicht in der Anlage. Überall nur Menschen.
Ø Strand <Es>>> Vorsicht mit der Sonne<<< Etwas höher gibt es Palmen die Schatten spenden mit Steintischen darunter. Der Strand ist auch sehr sauber.
Der 2 Strand ist nur bei Ebbe wirklich vorhanden. Und ist rechts vom großen Strand über ein paar Felsen zu erreichen. Oder über einen Höhenweg ca. 3 Km. Er ähnelt vom Sand und den Steinen her dem großen Strand.
Der 3 Strand ist ein heller Sandstrand der auch recht feinsandig ist. Er ist nicht ganz so heiss wie der Lavasand an den anderen Stränden. Auch hier handelt es sich um eine Bucht, die wunderschönes Bild abgibt. Der weisse Sand und die super grüne Vegetation mit den Felsen die von Pelikanen bewohnt sind und am Wasser auf Nahrungssuche gehen. Leider tummeln sich ab Wochenende sehr viele Menschen an dem Strand, sodass es hier keine richtige Erholung gibt. Er ist aber einen Ausflug wert. Das Wasser ist an allen Stränden schön warm und man kann sehr schön planschen gehen.
Ø Rundwege <
Es gibt in der Anlage verschiedene Rundwege, die auch teilweise befestigt sind. Es ist ein muss diese Wege mal bei Tag und auch mal bei Nach zu durchwandern. Gute Schuhe sind aber auf alle Fälle ratsam. Denn die Wege sind meistens sehr schlammig und es liegen schon mal Bäume quer die durch den letzten Regen umgefallen sind. Man ist auf diesen Wegen meistens alleine. Und kann sich voll der Natur widmen. Es gibt verschiedene Längen der Wege. Von 2 Km bis 5 Km ist alles zu bekommen. Weil das Gelände sehr bergig ist dauern die Rundwege auch entsprechend lange. Und die warme sehr schwüle Luft sorg dafür, dass man auch ordentlich ins schwitzen kommt. Es Regnet in der Regenzeit jeden Tag. Meistens am Nachmittag und in den Abendstunden. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn wenn man die Regenjacke an hat, ist man trotz aktiver Membrane auch von innen schnell nass. Und der Regen ist einem irgendwann auch egal. Um so mehr freut man sich dann über eine schöne Dusche. Wenn man früh morgens losgeht, kann man die meisten Tiere sehen. Das heisst so gegen 5:30 sollte man sich schon auf den Weg machen. .........was sagt ihr ......aber nicht im Urlaub...........doch, doch......wir selber sind die geborenen Langschläfer aber in dem Hotel ist abends eh nichts mehr los also kann man entsprechend früh ins Bett gehen. Damit man seine 10 Stunden Schlaf auch bekommt. Also es loht sich wirklich. Danach schmeckt einem das Frühstück um so mehr. Die Tiere müsst ihr allerdings alleine finden. Aber mit offenen Augen und Ohren ist das auch recht spannend.
Es ist auch lohnenswert mal aus der Anlage raus in die Nationalparks zu gehen, natürlich auch recht früh. Wenn möglich noch bevor die Masse aufgestanden ist. Denn sonst sind sämtliche Tiere weg.
Ø Tiewelt <
Die Artenvielfalt ist schon schwer beindruckend in Costa Rica. Und deshalb Fotosachen nicht vergessen. Wir haben ca. 800 Fotos geschossen.
Am Tage :
Man bekommt am Tage zu sehen: Raupen / Schmetterlinge / Echsen / Vögel aller Art / Affen / Krokodiele / Nasenbären / Waschbären
In der Nacht : Schlangen / Spinnen / Fledermäuse / Opossums / Waschbären
Es sei noch gesagt, die meisten Tiere sind recht scheu und es gehört auch eine Portion Glück dazu sie zu sehen. Z.B. wenn einem in einem Park 100 Papageienpärchen versprochen werden, heisst das nicht, dass man auch einen sieht. Ohne Fernglas (das Wasserdicht sein sollte) ist es auch nur halb so interessant, da die Bäume zwischen 20 und 60 Meter groß sind. Und auf diese Entfernung noch einen Vogel gut zu erkennen ist nicht leicht.
So, bei weitern Frage habt keine Scheu und schreibt uns eine Mail.....



