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Tripp nach Nicaragua
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Beitrag Tripp nach Nicaragua 
ein kurzer Reisebericht von Sonja zum Abstecher nach Granada in
Nicaragua.

Fahrt St.Elena -Granada:
Der erste Bus aus St. Elena (Reg. Monteverde Abfahrt ca 5:30 Uhr) setzt uns
an der Interamerikana ab. Kurz darauf werden wir von einem Bus aus San Jose
in Richtung Penas Blancas aufgenommen. In Penas Blancas dem Grenzübergang
nach Nicaragua warten schon Schlangen. Bei der Ausreise müssen wir ca 1 Stunde
anstehen. Bei der Einreise haben wir Glück und müssen nur 15 Minuten warten
(Von anderen Touristen haben wir gehört, dass sie insgesamt 3 Stunden gewartet
haben, was aber auch an der Weihnachtszeit gelegen haben kann). Die Einreise
nach Nicaragua kostet 9$ und verläuft bis auf die Warterei reibungslos. Der
Busbahnhof befindet gegenüber des Immigrationoffice hinter der Bank. Man
verlang von uns 1$ Busbahnhof gebüren. Der Bus der uns angeblich nach Granada
bringen soll fährt gleich ab. Die Fahrt geht über Rivas am Nicaragua See entlang.
Schon auf der Fahrt erhält man einen ersten Eindruck von den gravierenden
Unterschieden zwischen Nicaragua und Costa Rica. Während der Fahrt am
Nicaragua-See entlang sind wir gefesselt von dem Eindruck, welchen die Insel Ometepe
mit ihren 2 steil aus dem See herausragenden Vulkanen bietet und den
Eindrücken im Umkreis der Strasse. Um 14 Uhr werden wir an der Hauptstrasse nach
Granada aus dem Bus geschmissen und müssen in einen der beliebten \"Chickenbus\"
nach Granada umsteigen, die nun nur noch 10 km entfernt liegt.

Granada:
Schon auf der Suche nach einem Hotel wird klar das Granada unsere
Erwartungen nach kulturellem Flair voll erfüllt. Die Stadt ist in spanisch-maurischem
Stiel gebaut und überall gewinnt man einen Blick in die schönen Innenhöfe, die
nunmehr die Familien als Wohnzimmer dienen. Wir steigen im Hostal Granada
ab, für 10 $ günstig aber mit dunklen Zimmern. Der im Innehof liegende
Swimmingpool, wird von Kindern zwar genutzt erregt aber nicht unser Vertrauen
darinnen ein Bad zu nehmen. Die Lage ist aber dennoch gut, denn zu der häufig
frequenztierten \"Hospedaje Central\" (diese bieten auch Zimmer an, waren aber
ausgebucht) sind es nur wenige Meter. Die Hospedaje Zentral ist ein zentraler
Treffpunkt für Rucksachreisende. Zusätzlich bietet die reichhaltige Küche eine
echte Abwechlung zu den Casado-Gerichten die wir bisher in Costa-Rica konsomiert
haben. Am nächsten Tag müssen wir Geld wechseln. Dieses ist ein grössere
Unternehmung, da wir aufgrund unserer kurzen Aufenthaltsdauer in Nicaragua
ungern Cordoba abheben möchten. Schließlich finden wir einen Geldautomaten an dem
man auch Dollar abheben kann. Dieser befindet sich an der Hauptstrasse bei
der Shelltankstelle etwa 4 km ausserhalb vom Zentrum. Den weiteren Tag
durchstreifen wir die Stadt und sitzen im Park, wobei wir mit den zahlreichen
Strassenhändlern, Bettelkindern, aber auch Nicas die sich einfach nur ausruhen
schnell ins Gespräch kommen. Am nächsten Tag unternehmen wir eine Bootstour auf
dem Nicaragua See zu den vorgelagerten Inselchen, auf denen Reiche ihre Villen
erbaut haben. Die Bootsmiete kostet 10 $ incl. Führer für 3 Stunden. Die
Boote legen im Vergnügungspark ab, zu Fuß sind es etwa 3 km am See entlang. Am
Nachmittag fahren wir nach Masaya. Der Busbahnhof von Masaya ist
beeindruckend, ca 10 Chickenbusse in den verschiedensten Farben warten auf ihren Einsatz.
Die Stadt selbst hat wenig zu bieten und ist kein Vergleich zu Granada.
Allerdings finden wir hier endlich einen der bei Touristen so beliebten Märket
mit Handarbeiten (wenn auch nicht so üppig wie in anderen Süd- oder
Lateinamerikanischen Ländern), aber es gibt immerhin eine grosse Auswahl an Hängematten,
mit denen wir dann auch unser Gepäch erschweren. Am nächsten Tag fahren wir
von Granada nach Puntarenas. Die Fahrt von Granada incl Grenzübertritt zur
Strassenkreuzung der Interamerikana nach Puntarenas dauert 6 Stunden, von
dort aus nehmen wir ein Taxi nach Puntarenas, um von dort aus unsere Reise nach
Montezuma fortzusetzen.

Tipps:
- Bei direktem Weg von San-Jose nach Granada oder Granada nach Costa-Rica
die Busse von Tica-Bus oder Centralamarika-Lines nehmen. Der Grenzübertritt
geht wesentlich schneller, da Ausreiseformailtäten vom Personal der
Busgesellschaft erledigt werden. Man muss nur noch einmal anstehen. Der Bus von Granada
mit Centralamarika-Lines kostet 10 $. 5$ müssen nochmal für die Erledigung der
Ausreiseformalitäten berappt werden. Die Offices von Tica-Bus und
Centralamerika-Lines befinden sich in Granada an der Hauptstrasse kurz nach der
Tankstelle. Am besten mit dem Taxi hinfahren. Die Offices liegen direkt gegenüber.
Am Besten gleich bei Ankunft Rückfahrt buchen. Die Busse sind häufig
ausgebucht. Wenn man Pech hat ist der Bus bei Centralamerikaline überbucht -wie es
bei uns der Fall war, die Reservierung die die Dame im Office vor unseren Augen
telefonisch durchgeführt hat wurde anscheinend nicht registriert, dank ihres
Einsatzes hat man uns aber doch noch mitgenommen, eine Menge Anderer mussten
aber auf den nächsten Bus warten, in der Hoffnung das dieser noch Plätze
hat-, hier hartnäckig bleiben. Mit Tica-Bus haben wir keine Erfahrung gemacht,
hier sind die Plätze aber früher ausgebucht gewesen. Unbedingt warme Sachen
und was zu trinken mit in den Bus nehmen. Der Bus hält nicht unterwegs und es
ist aufgrund der Klimatisierung lausig kalt.

An alle die dieses lesen:
- Viele Kinder verdienen als Strassenhändller oder Bettler ein Zubrot für
die Familie. Ich meine man sollte dieses nicht unterstützen. Gebt den Kindern
was zu essen und zu trinken, aber auf gar keinen Fall Geld, das sie zu Hause
abliefern müssen.

Viele Grüsse Sonja


_________________
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www.info-panama.com
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Beitrag Re: Tripp nach Nicaragua 
Warum keine Kinder unterstützen,die ihre familie miternähre?
Anders als Deutschland hat Nicaragua kein funktionierendes Sozialsystem. Viele Eltern können es sich noch nichteinmal leisten ihre Kinder in die Schule zu schicken. Natürlich wäre es schön, wenn alle Kinder zur Schule gehen könnten und Kinderarbeit generell abgeschafft werden könnte. Da es aber so nicht läuft ist meiner Meinung nach, der völlige Boykott von Kinderarbeit auch nicht die richtige Lösung. Viele Kinder sind stolz ihre Familie miternähren zu können, sie haben eine Aufgabe und fühlen sich ernstgenommen. Mehr noch: Sie werden ernstgenommen.
Es gibt sogar weltweit schon Kindergewerkschaften, die sich für eine würdevolle Kinderarbeit und gegen Ausbäutung einsetzen.
Meiner Meinung nach, kann man einem nicaraguanischen Kind guten Gewissens etwas zu essen oder zu trinken abkaufen. Oder möchtest du gerne in Naturalien bezahlt werden oder von Almosen leben?

Tjabajo si - pero con dignidad!

11.09.200611:57 Uhr

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