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Turrialba - San Gerardo - Dominical - Quepos - Ostional -...
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Costa-Rica 26.11. - 18.12.2006
San Jose - Turrialba - San Gerardo de Dota - Dominical - Manuel Antonio - Ostional - Regenwald der Österreicher

Auf unserer dritten Costa-Rica-Reise flogen wir mit Condor über Puerto-Rico nach San Jose. Da die Flugzeiten geändert wurden, kamen wir schon morgens um 7:30 Uhr in San Jose an. Für die nächsten zwei Wochen haben wir über Colibri-Reisen einen Mietwagen und Flexi-Voucher, also Hotelgutscheine, gebucht. Das Ganze haben wir über Ebay ersteigert. Da wir den Wagen erst am nächsten Morgen bekommen sollten, verbrachten wir den ersten Tag im Zoo „Simon Bolivar“ und in unserem ersten Hotel mit dem Namen "Vesuvio". Der Zoo ist ziemlich klein und etwas arg veraltet. Viele der Käfige sind für die Tiere einfach zu klein.

Der Mietwagen wurde uns wie versprochen am nächsten Morgen vorbeigebracht. Nach der Erledigung des ganzen Papierkrams konnten wir in unser nächstes Hotel aufbrechen. Nun waren wir das erste Mal allein in Costa-Rica unterwegs. Das Hotel "Casa-Turire" lag in der Nähe von Turrialba, umgeben von einem großen Garten mitten im Grünen.
Den Weg aus San Jose heraus fanden wir recht schnell, als ich auf der Straße nach Cartago bemerkte, dass uns ein weisses Auto folgte. Erst ignorierte ich es aber als es kurz vor Cartago immer noch hinter uns war, kam es mir langsam etwas spanisch vor.

Auch als wir extra hinter einem langsamen LKW herfuhren und uns alle anderen überholten, blieb das weiße Auto hinter uns. Als wir an der ersten roten Ampel halten mussten, sah ich, dass in de Wagen vier ziemlich dunkle Gestalten in blauen Hemden saßen. Da stieg der Beifahrer aus und wollte zu uns herlaufen, doch sein Fahrer rief ihn wieder zurück, da die Ampel auf grün umschaltete. Ich fuhr weiter sehr zügig durch den Verkehr, doch der Wagen hinter uns folgte uns weiter. An der nächsten Ampel an der wir halten mussten, hatten wir etwas Vorsprung gewonnen, da wir auf eine zweispurigen Einbahnstraße fuhren, doch da sah ich im Rückspiegel wieder den Beifahrer zu uns herlaufen. Es wurde grün, wir konnten ein paar Meter weiterfahren, doch der Mann rannte weiter hinter uns her. Als wir wieder im Stau standen näherte er sich uns weiter und wir drückten unsere Knöpfe für die Türschlösser runter, während der Mann neben unserem rechten Hinterrad stand, sich umsah und seine Hand kurz gegen unseren Reifen stieß. Sofort wurde mir klar was hier eigentlich im Gange war. Die Männer würden uns weiter verfolgen und uns bei unserer unvermeidlichen Reifenpanne ausrauben. Confused

Wir fuhren im dichten Verkehr weiter, unsere Herzen rasten, doch irgendwie schaffte ich es, dass der andere Wagen uns auf der zweispurigen Einbahnstraße überholen musste. Als er vorbei war, hielt ich sofort rechts an und sah, dass der andere etwas weiter vorne auch rechts ran fuhr. Spätesten jetzt wussten wir, dass die es auf uns abgesehen hatten. Sie ließen ihren Beifahrer aussteigen und fuhren los um einmal um den Block zu fahren und sich wieder hinter uns zu setzen. Der Beifahrer sollte uns wohl weiter beobachten. Ich fuhr ebenfalls sofort los, am zurückgelassenen Beifahrer vorbei, ab in eine Seitenstraße - nur weg! Den Banditen sah ich noch kurz hinter uns herrennen, doch ich fuhr so schnell kreuz und quer durch die Straßen den Berg hoch, dass sie uns kaum folgen konnten. Einige andere Autofahrer hörte ich nur noch hupen, doch wir wollten nur raus aus der Stadt, irgendwo Hilfe finden, die Polizei, ein Hotel oder etwas ähnliches.
In einer kleinen Seitenstraße in einem Wohngebiet hielten wir kurz an um uns den Reifen genauer anzusehen. Und tatsächlich - er war aufgeschlitzt und verlor Luft. Also fuhren wir weiter bis wir an eine kleine Autowerkstatt kamen und dort anhielten. Völlig aufgeregt machten wir den Mechanikern klar was uns passiert war und sie halfen uns auch gleich den Reifen zu wechseln. Das hätten wir auch alleine gekonnt, aber wir wollten einfach bei jemandem Schutz finden. Unsere Verfolger hatten uns wohl tatsächlich verloren, wir sahen sie jedenfalls nie wieder. Mit neuem Reifen fuhren wir gleich weiter ohne einen Stop in unser Hotel "Casa Turire". Hier konnten wir uns erstmal in Ruhe beruhigen und uns freuen, dass wir nochmal mit einem blauen Auge davongekommen sind.

Das "Casa Turire" ähnelt sehr einer Hacienda und ist von einem wunderschönen tropischen Garten umgeben. Von hier aus starteten wir unsere Tour an den Vulkan Irazu. Wir fuhren gleich am nächsten Morgen los, brauchten aber doch zwei Stunden bis dorthin. Obwohl es den letzten Tag und heute morgen noch geregnet hatte schien jetzt die Sonne und wir konnten noch den grandiosen Blick in den gelbgrünen Kratersee genießen. Den Nachmittag verbrachten wir wieder in unserem Hotel, da wir noch auf unseren neuen Ersatzreifen warteten, der uns dann am Abend auch von Poas-Rent-a-Car gebracht wurde. Das Hotel ist im Inneren im Kolonialstil aufgebaut und wirklich wunderschön. Nach zwei Nächten fuhren wir weiter über die Panamericana nach San Gerardo de Dota. Die "Savegre Lodge" liegt 8 km von der Panamericana entfernt auf ca. 2200 m. Die Straße dorthin und auch die Gegend ähneln sehr dem Nationalpark von Monteverde. Allerdings gibt es hier fast keine Touristen Smile !
Von der Lodge aus gibt es beschilderte Wanderwege durch den Nebelwald auf den Cerro de la Muerte oder flussabwärts zu einem grandiosen Wasserfall. Auf den Trails braucht man aufjedenfall gutes Schuhwerk und Regenkleidung. Mit etwas Glück sieht man auch den seltenen Quetzal, der hier oben zuhause ist. Wir erfuhren allerdings erst am Abend vor unserer Weitereise, dass ganz in der Nähe ein Baum ist der die Avocado-ähnlichen kleinen Früchte trägt, die der Quetzal isst. Auf dem Trail zum Wasserfall sahen wir viele Vögel und eine kleine giftige, knallgelbe Viper, die direkt auf unserem Pfad lag und sich in aller Ruhe fotografieren ließ. Allerdings mit respektvollem Abstand. Wir hatten fast den ganzen Tag über super Wetter ohne Regen. Vor der Lodge wimmelte es nur so von Kolibris und anderen Vögeln. In der Nacht wird es ziemlich frisch, weswegen auch in jedem Zimmer ein kleiner Elektroofen steht den man auch gerne mal einschaltet, da die Kleidung doch nicht so richtig trocknen will. In der Nacht flüchtet man sich dann schnell über den eiskalten Steinboden in das warme Bett.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann gleich zu dem „Quetzal-Baum“. Bei dem Restaurant „Los Lagos“ zeigte uns eine Frau auch gleich zwei Quetzals. Allerdings war es früh am Morgen, da die Vögel nur morgens zwischen 6 und 8 Uhr hier sind und es regnete mittlerweile in Strömen, dass wir nichtmal ein Foto schießen konnten.
Kurz nach dem folgenden warmen (!) Frühstück fuhren wir gleich los Richtung Süden über San Isidro del General und über Dominical vorbei an Uvita bis zu unserer kleine Lodge „Villas Gaia“. Die Lodge besteht aus ca. 14 kleinen Bungalows die durch kleine Pfade verbunden im Wald verteilt sind. Am oberen Ende befindet sich ein kleiner Swimmingpool mit eine gemütlichen Bar aus der man sich selbst bedienen kann. Von hier aus hat man auch einem wunderschönen Blick auf das Meer hinunter. Dorthin führt auch ein ca. 300 m langer Pfad quer durch den Urwald. Allerdings fließt dort auch der Rio Tortuga ins Meer, so dass man hier nicht baden kann. Vor allem ist auf diesem Weg Mückenschutz angesagt! Die Anlage liegt direkt an der neuen Uferstraße die mit der Zeit doch ziemlich nervig ist, da die schönen Urwaldgeräusche übertönt werden. Im Restaurant kann man sehr gut essen, aber es ist auch nicht ganz billig. Für den nächsten Tag haben wir gleich über die Lodge eine Delfin-Tour gebucht. Das Wetter war fantastisch und das Meer ziemlich ruhig. Die Tour dauerte ca. 3 1/2 Stunden und kostete immerhin 55 $ p. P.. Leider sahen wir auf der gesamten Bootsfahrt nicht einen Delfin oder Wal. Einfach gar nichts außer ein paar Pelikanen und Fregattvögeln.

Da es die ganze Nacht regnete und die Preise für diese doch recht einfache Lodge ziemlich üppig ausfallen, fuhren wir am nächsten Morgen wieder zurück nach Dominical in das Hotel „Villas Rio Mar“. Die Anlage besteht auch aus mehreren Bungalows in denen sich je vier Zimmer befinden. Die Zimmer sind sehr sauber und schön, zwar klein aber dafür haben sie ein große Terrasse mit einem Sessel und einem Sofa, einem Tisch und einem Kühlschrank. Da das Essen auch hier preislich den Touristen angepasst ist, fuhren wir in das nur 500 m entfernte Dominical. Im Dorf befinden sich ein paar Hütten, Kneipen und Restaurants und es verkehren hauptsächlich Surfer, die die hohe Brandung am Strand nutzen. Der Strand ist wohl mehrere Kilometer lang und fast menschenleer, doch wegen der gefährlichen Strömungen nicht zum Schwimmen geeignet. Dafür hatten wir heute einen herrlichen Sonnenuntergang.

Davor besuchten wir aber noch den ca. 2 km entfernten National-Park Baru. Dieser liegt direkt am Meer und ist von mehreren Pfaden durchzogen. Hier finden sich auch immer wieder Hinweisschilder für die Tierarten, die man hier sehen kann. Tatsächlich sahen wir viele Eidechsen (wie ja fast überall), Tukane, Eichhörnchen, Kapuzineraffen und sogar einen Waschbären. Eintritt wollte auch niemand von uns kassieren, so dass es ein günstiger und sehr schöner Nationalpark-Besuch war.
Als wir am nächsten Morgen wieder abreisten, freuten wir uns schon auf die Weiterfahrt, da es vor dem Bungalow ziemlich streng nach Kloake roch! Die nächsten 45 km mussten wir auf einer Schotterpiste zurücklegen, aber in gut zwei Stunden waren wir in Quepos angelangt. Quepos bildet zusammen mit Manuel Antonio einen fast zusammenhängenden doch sehr touristischen Ort. Wir hatten mit unseren Flexi-Vouchern vier Hotels zur Auswahl und wollten eigentlich ein einfacheres in dem das Frühstück inbegriffen wäre, aber die lagen entweder direkt in Quepos oder in Manuel-Antonio und sahen auch nicht gerade sehr einladend aus. Also entschlossen wir uns für das „Rancho Casa Grande“, ca. 5 km außerhalb von Quepos.

Eine tolle Anlage im Grünen mit schönen Swimmingpool und viel Urwald dahinter in dem auch gut gepflegte Wanderwege angelegt sind. An der Rezeption erhielten wir einen kleinen Plan der Wanderwege und so machten wir uns nach einem Bad im Pool gleich auf diese zu erkunden. Es ging dann doch recht tief in den Dschungel hinein und es hatte tausende von Mücken. Die Pfade waren allerdings sehr schlecht beschildert, sodass man sich wirklich noch verlaufen könnte. Wir gingen wieder denselben Weg zurück, was uns doch am sichersten erschien. Trotzdem ein sehr interessanter Spaziergang (oder eher schon Wanderung) auf dem wir eine Menge dendrobates auratus (grüne-schwarze Pfeilgiftfrösche) sahen und am Schluss sogar auch wieder einige Kapuzineräffchen, die sich aber wieder schnell durch die Baumwipfel entfernten.

In Quepos selbst gibt es einige Restaurants und Bars in denen wir zu Abend aßen. Die Auswahl ist sehr groß und man findet sicher für jeden Geschmack etwas.

Der Manuel-Antonio-Nationalpark stand gleich am nächsten Morgen auf unserem Plan. Man wollte uns gleich noch vor dem Parkplatz eine Führer aufdrängen, aber da wir schon viele Parks durchwandert haben lehnten wir dankend ab. Der Park selbst ist relativ klein hat aber tatsächlich die schönsten Strände - allerdings auch die meisten Touristen. Den Park fanden wir nicht sehr überragend, trotz der vielen Tiere die wir sahen. Normalerweise schauen in einem Urwald immer mehr Augen von Oben herab als hinauf - im Manuel-Antonio ist es halt umgekehrt Smile !

Nach diesem Aufenthalt wollten wir eigentlich noch für drei Tage in Jaco ein Zimmer nehmen, aber da die Stadt ja noch touristischer ist, entschlossen wir uns gleich am nächsten Morgen um fünf nach Ostional bei Samara zu fahren. Wir versuchten telefonisch in der "Flying-Crocodile-Lodge" ein Zimmer zu bekommen, doch dort war leider alles ausgebucht. Also fuhren wir so drauf los. Die ersten 200 km schafften wir in ca. 4 Stunden, für die restlichen 60 km brauchten wir allerdings weitere 3 Stunden. Auf der Halbinsel Nicoya folgten wir der Beschilderung nach Samara doch diese führt leider über eine Schotterpiste. Das allein kostete uns schon mindestens eine Stunde mehr. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir unserer Landkarte vertraut und wären anders gefahren, na ja, das nächste Mal.
Danach kam die Straße von Samara nach Nosara auf der wir 20 km zurücklegen mussten. Die Straße war miserabel und vom Regen total ausgewaschen, da ging es nur noch im Schritttempo voran. In unserem nächsten Hotel, die „Rancho-Suizo-Lodge“, für das wir uns entschieden haben, war man noch mit Aufräumarbeiten des letzten Sturmes beschäftigt aber ansonsten auf den ersten Blick eine schöne kleine familiäre Anlage mit Whirl- und Swimmingpool, fast direkt am Meer gelegen. Dort fand sich auch ein toller einsamer Badestrand. Wir überlegten nicht lange und nahmen das Zimmer, denn durch die lange und anstrengende Fahrt in unserem Suzuki Jimny, wollten wir einfach nicht mehr weiter.

Da wir wegen des schlechten und schon etwas älteren Bettes am nächsten Morgen mehr erschöpft als erholt waren, entschieden wir uns weiterzufahren. Wir fuhren ins ca. 12 km entfernte Hotel „Luna-Azul“, eine vier-Sterne-Anlage mit „nur“ sieben Zimmern auf einem Hügel und Blick aufs Meer. Auch hier kamen, wie auch beim vorigen Hotel, die Besitzer aus der Schweiz, allerdings kann ma diese Anlage nicht mit der vorigen vergleichen. Hier ist alles supergemütlich, topgepflegt und sehr sauber - und ein großes Bett mit richtiger Matratze - einfach schön! Hier im Refugio von Ostional kann man oft Massen von Schildkröten beobachten und zwar immer ca. 7-10 Nächte nach Vollmond (wenn ich es richtig in Erinnerung habe). Aber wir hatten leider Pech, da die Jungen vom letzten Monat die letzten Tage geschlüpft sind und die nächste Masse zur Eiablage erst in ca. 3-5 Tagen kommen wird. Immerhin sahen wir am folgenden Tag auf dem Weg zum Strand ein Gürteltier, das sich in aller Ruhe fotografieren ließ.

Den zweiten Tag im „Luna-Azul“ genossen wir bei Sonnenschein am Pool und in der schönen Anlage des Hotels. Am dritten mussten wir schon wieder zurück nach San-Jose. Der Besitzer vom Hotel empfahl uns einen direkten Weg nach Santa-Cruz , dann bräuchten wir nicht über Samara zurückfahren. Der Weg sei etwas abenteuerlich aber man hätte eine tolle Aussicht, da es bis auf 900 m hochging. Nach kurzem wurde die kleine Straße bereits mehr als schlecht, wahrscheinlich auch dadurch, da es am Vorabend sehr heftig geregnet hatte. Es waren tiefe Furchen in den Weg gewaschen, es ging steil nach oben und durch die aufgeweichte rote Erde schmierig und verdammt schwer zu fahren. Mit Allrad und Differenzialsperre trieben wir unseren Suzuki bis auf 600 m nach oben aber dann kam ein Anstieg der nur aus Geröll und Fels bestand, so dass wir schließlich umkehren mussten. So verloren wir 2 wertvolle Stunden und einige Nerven und brauchten bis zu unserem Hotel in Alajuela ganze acht Stunden.

Am kommenden Morgen fuhren wir gleich zu Poas-rent-a-car um unser Auto abzugeben. Diese fuhren uns auch gleich noch an den Flughafen, von wo wir dann nach Golfito flogen. Zum Glück wurden wir von der Mietwagenfirma zum Flughafen gebracht, denn die Sansa Airline hat ein eigenes kleines Terminal direkt neben dem großen Flughafen, das hätten wir wohl erstmal suchen müssen. Der Flug nach Golfito dauerte nur ca. 50 min. und wir konnten die Orte wie Manuel-Antonio, Dominical und Uvita von oben sehen. Am Flughafen in Golfito wurden wir gleich von einem Mitarbeiter der „Esquinas Rainforest Lodge“ empfangen und direkt in die Lodge gefahren, die mitten im Piedras-Blancas Nationalpark liegt, dem „Regenwald der Österreicher“.

Es ist eine Oase der Ruhe, keine Lastwägen oder sonstiger Lärm, nur die Geräusche aus dem Urwald und die der unzähligen Vögel sind zu hören. Die Lodge ist wirklich wunderschön angelegt, mit sauberen geräumigen Holzbungalows die durch einzelne Wege miteinander verbunden sind. Wir hatten hier eine ganze Woche Aufenthalt mit Abenteuer-Programm und Vollpension.
Am ersten Abend ging es nach dem Essen gleich mit einer Nachtwanderung los. Ein einheimischer Führer, namens Jose, führte uns mit Taschenlampen bewaffnet auf einem abenteuerlichen Pfad durch die Dunkelheit. Es war einfach superspannend. Wir sahen viele Glasfrösche die jetzt aktiv wurden, zwei Schlangen, viele andere Frösche, Insekten und Spinnen, wie auch schlafende Eidechsen.

Die ganze Umgebung ist durchzogen mit beschilderten Wanderwegen, die man auf eigene Faust erkunden kann. Ebenso gibt es einen Frischwasserpool der zwar etwas kühler aber dafür ohne Chlor ist. Es gibt eine Teich mit Fischen und einem zahmen Kaiman, eine Bibliothek mit vielen Tierbüchern und natürlich viel Natur die es zu erkunden gilt.

Der nächste Morgen begann nach einem leckeren Frühstück mit einer von Augustino geführten Wanderung durch den Regenwald. Augustino konnte uns einiges zeigen und erklären. Nur sieht man am Tag lange nicht so viele Tiere als in der Nacht, außer natürlich Vögel. Am Abend durchsuchten wir nochmal selbst die Umgebung nach Tieren. Wir fanden auch ein paar Frösche aber auch eine giftige Lanzenotter direkt vor unseren Füßen.

Die Verpflegung ist hervorragend. Wir meldeten uns gleich beim einchecken als Vegetarier an und bekame so immer wieder verschiedene vegetarische Gerichte - der Koch ist einfach super! Eine Speisekarte gibt es nicht, wahrscheinlich weil wir fast alleine in der Lodge sind.

Am folgenden Tag unternahmen wir zusammen mit Jose eine Ausritt mit den Pferden. Wir ritten zu einem Wasserfall bei dem wir ein Stück wanderten und ich wieder ein paar Pfeilgiftfrösche fotografieren konnte. Die Folgen des Ausrittes spürten wir allerdings am nächsten Morgen mit Schmerzen im Hintern! Nach dem Ausritt begann es wie aus Eimern zu schütten und es hörte auch bis in die Nacht nicht mehr auf. Das ganze Gelände stand unter Wasser aber als es wieder hell wurde sah man schon nichts mehr davon. So schnell wie das Wasser kam verschwand es auch wieder. Für unsere zweite Delfin-Tour in unserem Urlaub schien jedenfalls wieder die Sonne und wir waren gespannt, ob wir diesesmal endlich welche sehen würden. Wir fuhren mit unserem Guide und dem Fahrer des Boots bis ans Ende des Golfo Dulce als wir endlich die ersten Delfine sahen. Es wurden immer mehr bis dann rund um uns die Delfine Fische jagdten. Auf der Rückfahrt sahen wir sogar noch zwei Schildkröten und zuguter Letzt schwammen die Delfine noch vor und neben unserem Boot her und vollzogen ihre Kunststücke.

An den weiteren Tagen in der Esquinas Lodge unternahmen wir noch eine Mangroventour, eine weitere Regenwaldwanderung und eine weitere Nachtwanderung, da uns die erste so gut gefallen hat.
Nach dieser Woche im Urwald flogen wir wieder mit Sansa-Air zurück nach San Jose und schließlich am folgenden Tag zurück nach Deutschland.

Wir können nur sagen, dass auch unsere dritte Costa-Rica-Reise für uns ein großartiges Erlebnis war. Trotz einzelner negativen Erlebnisse überwiegten doch eindeutig die positiven Eindrücke aus diesem wunderschönen Land das wir nur weiterempfehlen können.

Bilder zu dieser Reise gibt es auf meiner Homepage.

Grüße, Michael Stifter !!

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