Nun sind wir immer noch an diesem schönen Ort, man kommt aber auch kaum los davon.
Abends sind wir zur Rangerstation wegen Schildkröten-Eiablage. Dort saß waren bereits einige Leute und haben gewartet, ob eine Lederrücken-Schildkröte angekommen ist. Wir haben uns angemeldet und sollten angerufen werden, weil wir so nahe wohnen. Der Anruf kam auch, allerdings waren alle Autos schon weg und wir hatten unseres nicht dabei. Schade, hat also nicht geklappt. Hätte man uns ja auch sagen können, dass das Auto erforderlich ist.
Am Samstag haben wir einen Ausflug zum Rincon de la Veija gemacht. Wir sind um 6.oo Uhr losgefahren und waren überrascht, dass die Ticos bereits auf den Beinen sind.
10 Dollar Eintritt, 700 Colonnes / pro Person " Wegelagerergebühr" (für die Durchfahrt der Hazienda).
Phantastischer Regenwald und unglaublichen Bäumen, Brettwurzeln, Würgefeigen, Mimosen, viele Vögel.
Fumarolen, Dampf, Geblubber, abartiger Schwefelgestank, bis 106 Grad heiß. Dann offenes Gelände, Hitze und Regen und Großeinsatz der Brüllaffen in den Wäldern - schaurige Atmosphäre.
Am Sonntag Ausflug nach Samara. Schöne Fahrt durch Hügel, Palmen, Plantagen. Es hat geregnet und uns hat Samara nicht so wirklich überzeugt.
Auf dem Rückweg sind wir zu einem schweren Autounfall gekommen, Überschlag, die Insassen noch drin. Viele Ticos bereits in Aktion, das hat wirklich nicht gut ausgesehen.
Ein Stück weiter denke ich es hängt ein Plastiksack im Baum - von wegen. Eine große Brüllaffenfamilie war drin. Und viele Babys, die die Fotografin neugierig beobachten
Abends an unserem Traumstand ein Gewitter - tolle Stimmung.
21. 11.
Aufbruch nach Monteverde, herzlicher Abschied von Alan und Terry unseren Vermietern und los geht es.
Wir sind über Nicoya über die Puente de la Amistad zur Panamericana über Las Juntas gefahren. Allein die Fahrten durch dieses Land sind jedes Mal spannend. Und das letzte Stück war wieder Piste vom feinsten, bester "Schüttel-Service". Und wir haben zwei Morpho-Falter gesehen.
In Monteverde hat es geregnet, wir wollten ins Camino Verde B&B, dort kein Zimmer frei, wir wurden bei "der Tante" 50 m weiter untergebracht.
Abends haben wir eine Nightwalk-Tour gemacht, das war abenteuerlich.
Mit Taschenlampen durch den Regenwald und wir haben viele Faultiere gesehen, einen Motmot, ein Opossum, einen Nasenbär, fluoreszierende Pilze, eine Tarantel, eine grüne Viper und ein Rieseninsekt.
Wobei das alles schon an eine Jagd erinnert, die Guides machen sich gegenseitig Meldung per Funk, wer wo was gerade sieht und schon stürzen sich die Gruppen darauf. Hat aber dennoch Spaß gemacht.
Abends im "Treehouse" lecker gegessen.
22.22.
Zweiter Tag Monteverde.
Also die Unterkunft hat uns gar nicht gepasst und dann war noch das WC verstopft und wir wollten einfach eine andere Unterkunft.
Wurde uns auch gewährt und das war schon wesentlich besser.
Wir haben den St. Elena-NP besucht und sind den Cano Negro Trail gelaufen.
Was für ein Märchenwald! Leider haben wir bis auf zwei Tausenfüßler keine Tiere gesehen.
Danach zum Selvaturapark zum Hängebrückenwalk. Es ist unglaublich, den Regenwald von oben zu sehen und es hat wieder einmal geregnet.
Wieder in Monteverde sind wir ins "Libreria Chuncheo" gegangen, unten Schreibwaren, oben Cafe, da hat es uns bestens gefallen und man kann gebrauchte Bücher erwerben (meine Lektüre war schon ausgelesen).
Abends im Soda gegessen und morgen geht es weiter.
23. - 24.11.
Los geht es zum Arenal.
Las Juntas - Canas - Tilaran - um den See herum.
Die Unterkunft war der Wahnsinn. www.arenalbirdsong.com
Hat unser Budget gesprengt, aber mit den Amerikanern kann man ja gut verhandeln und wir haben einen guten Preis gemacht.
Leider hat es nur geregnet, es war kalt, neblig, vom Vulkan für 5 Minuten das untere Drittel gesehen.
Der NP Arenal war enttäuschend, ich hatte mir das anders vorgestellt.
Lediglich ein Geröllfeld, Zuckerrohrfelder und Regenwald.
Und der "Familienanschluß" in der tollen Wohnung wurde dann auch etwas anstrengend. "I celebrate Thanksgiving with my guests" ... nunja, ist nicht für jedermann etwas.
Dennoch war es interessant sich mit den Vermieter und den anderen Gästen über alles mögliche, auch Politik zu unterhalten und deren Sicht zu Deutschland und der EU zu hören.
Wir hatten mal wieder genug von der Dauerfeuchtigkeit und so war klar, dass es ans Meer geht.
25. - 29. 11.
Über San Ramon an die Pazifikküste gefahren. Und irgendwo hatte ich mal gelesen, dass es an der Playa Matapalo sehr schön sein soll. Also sind wir in die Richtung gefahren und pünktlich zu einem herrlichen Sonnenuntergang angekommen.
In meinem Know-How-Reisebuch stand "Dos Palmas B & B" beschrieben und das haben wir auch gefunden. Da haben wir dann auch bestens gewohnt für 50 Dollar (ohne Frühstück). Das Haus ist wohl ans "Bahari Beach Bungalow" angegliedert, so ganz klar war uns das nicht.
Wir konnten dort essen, war uns aber dann doch zu teuer.
Im Ort Matapalo waren wir im "Langusto feliz" direkt an der Küstenstraße und das war sowas von lecker, es geht eben nichts über Empfehlungen von Ticos
Unsere letzten Urlaubstage haben wir an einem weiteren Traumstand verbracht (es war der beste), umgeben von Palmen, Leguanen, Kapuzineraffen, Kolibris. Die Gesellschaft von Alex (er betreut das kleine Haus) und Katrin (Praktikantin) haben wir sehr genossen.
Es war ein Ort des Friedens und der Ruhe, da wären wir am liebsten geblieben.
29.11.
Schlußetappe nach Alajuela über Dominical - San Isidro über den Cere de la Muerte.
Die Straße war wie leergefegt, kaum Verkehr, aber wieder einmal Regen und Nebel. Kurz vor San Jose ein großer Erdrutsch, Umleitung bis Sonntag.
Im "Coconut House" angekommen, abends noch kurz nach Alajuela Stadt gefahren und dort den ersten Strafzettel kassiert (Parking).
Nunja, Koffer gepackt, am
30.11.
Rückflug nach Deutschland über New York.
Und jetzt sind wir wieder zuhause und was haben wir:
Nebel und Regen
Ich hoffe, dass der lange Bericht nicht gelangweilt hat und für Fragen stehen wir natürlich zur Verfügung. Und ich möchte mich auch nochmals hier im Forum bedanken für die vielen Informationen, die wir hier bekommen haben.
Und es sieht sehr danach auch, dass ein zweiter Besuch notwendig ist, so vieles haben wir nicht gesehen und mir persönlich liegt der Corcovado NP sehr am Herzen.
Pura vida!
Da wir meistens individuell unterwegs sind, bin ich gerne mehr als sehr gut vorbereitet