Auch wir waren nun gerade 16 Tage (18 Tage Reisedauer) zum 1. Mal da, und haben vieles anders vorgefunden, als gedacht - wie immer, manches schöner, manches hat enttäuscht, und vieles überrascht.
Kosten: 2,5 Wochen haben uns nun mit Allem (Mietwagen Terios mit Vollversicherung, Sprit, Flug, Essen, Hotels, Eintrittsgeldern, Telefonkarten, div. Klamottenkauf und und und.... rund 4000 € gekostet.
Auf nahezu demselben Niveau könnten wir beim Zweiten Mal ca.300-400 € sparen - mehr aber wahrscheinlich nicht. - Unsere Erfahrungen:
Geld - Dollars mitnehmen - Wechselkurse waren eigentlich überall ok (auch in Restaur/Hotels/Tanken etc.- 492-504 Col/1 USD) - Abbuchungen am Bankautomaten waren bei uns nur bis 87 € in einer Summe (50000 col) möglich (pro Tag gesamt 200.000)und jede Buchung hat 3,50€ gekostet - ansonsten aber problemlos und durch die fahrbaren Banken auch an verschiedenen Stellen. Traveller Cheques sind wir nur in abgelegenen Gegenden oder bei Banken losgeworden - die Wartezeiten waren aber ok, wenn man früh hingeht. - Größere Hotels und Mietwagen über KK (Mastercard).
Straßenkarten - wir hatten 3 verschiedene (alle aktuell) zur Verfügung - alle differierten in Details - keine war wirklich exakt - interessant wurde es wenn eine \"Hauptverbindungsstraße\" sich als Schotterweg entpuppte, außerdem waren Hinweisschilder eher rar und leicht übersehbar. Entfernungen wären eigentlich am Besten immer nur in Std angegeben - leider ist das dann aber wieder wetterabhängig. Die Fahrweise empfand ich z.B. gegenüber Südeuropa als insgesamt defensiv - Flußdurchfahrten waren in der Trockenzeit nicht besonders heftig - die teilweise gemeinen Löcher in den geteerten Straßen eigentlich am unschönsten.
Tico s - durch die Bank nett - es war uns nur teilweise unangenehm, Gast im Land zu sein und nicht viel mehr als ein \"Buenos\" sagen zu können (beim nächsten Mal gibts vorher den Schnellkurs Spanisch - Versprochen!) - Soviel Gerede von Überfällen etc. - wir haben einfach nur versucht unser Auto nicht so provokativ mit vollem Gepäck alleine zu lassen, und die Digi-Cam nicht mit an den Strand zu nehmen, wenn s zum Baden ging - oder wer von uns geht noch ohne mulmiges Gefühl hier durch manchen Junkie - Stadtpark oder manche Straßenunterführung?
Bei uns war jedenfalls alles ok.
Wetter: Die ersten 10 Tage hatten bei uns trotz Trockenzeit mindestens 1 dicken Schauer – bei Temperaturen von 20 – 25° aber nicht unangenehm – einzig, daß bei hoher Luftfeuchtigkeit im Regenwaldbereich die Klamotten nicht gerade schnell trocknen (oder gar nicht) – lieber zum Waschen/Trocknen weggeben (beisp:für 2000 Col – kompl. Maschine incl Trocknen – 1 Std.in St. Elena) – (Fortuna-nach Gewicht?) Am Pazifik haben wir uns dann bei 35° schnell in den Schatten verkrochen und die 30er Sonnencreme rausgeholt (war aber schon zu spät....)
das wichtigeste in CR!!! Natur: Was wir gesehen haben, hat uns super gefallen. Besonders hervorzuheben: Laguna del Lagarto Lodge!!!, Strände Matapalo und Uvita, Natürlich (wie wohl bei 95 %) war der Kratersee auf dem Poas im Nebel (Rundweg zum höheren Krater schön!), der Arenal (Nationalpark schön!) bis auf einen kurzen Moment ebenso, und St. Elena (Spart euch Selvatura-Adventures! – lieber direkt in den NP) nach 1,5 Std Trockenwandern auch noch 1 Std. Durchfeuchtung bis zum Schleudergang – aber trotzdem schön. – Nicoya hat uns nicht so gefallen – Ansichtssache (Abstecher ok aber mehr?) – angeblich „beliebter Badeort“ Samara bspw – ziemlich totes Kaff mit 700 Einw. (würden beim nächsten Mal lieber zur Drake-Bay mit Corcovado oder zum Rincon de la Vieja fahren). In Quepos hat uns der Touri-Rummel erschreckt und verjagt – leider haben wir erst nachher gehört, das der NP Manuel Antonio trotzdem auf den Wanderwegen fast leer war.
Kontakt nach Deutschland: Telefonkarte war einfach – 1000 Col (2USD) reichte für ca. 2 – 3 min von jeder Tel-zelle, Email ca 300 – 500 Col ½ Std Internet – manchmal lahm, aber an vielen Orten I-net-cafés
Hotels: trotz Hauptreisezeit war überall Platz – ganz einsame besser vorher eben anrufen (Lag.d.Lag.bspw.) häufige Kostenfalle: Viele Hotelpreise ohne Frühstück und Steuern – auch wenn sie einsam liegen, man also auf das Frühstück angewiesen ist! – ansonsten: wenn einem die Ecke gefällt (der Kirst Reiseführer passt schon ziemlich!) Hotel (-Lage) anschauen, nach Preis fragen, Zimmer beziehen – fertig. Die Bandbreite geht von zahllosen Cabinas (ab ca 8US/Person – i.d.R. ohne Frühstück) über die „Mittelklasse“ (20 – 50US/Pers incl.Tax/F.) bis zu den nach oben offenen „Amiburgen“ – Die „Tucans“ sind i.d.R. wirklich schon OK – hätten noch mehr auf Kalle hören sollen
(- Kalle und Gitti „Los Alemanes“ – auch wenn die hinteren Cabinas eine kleine Renovierung und ein wenig mehr Deko vertragen könnten – der Service ist unschlagbar – von der Abholung vom Flughafen über die Tipps, das Zusammensitzen beim guten Frühstück und die Zwischenlagerung von Dokumenten/Flugtickets etc.!)
Allgemein noch mal: An die, die CR als zu teuer empfinden – CR ist kein Billigsttouriland! – dafür gibt es auch kaum AI – Massentourismus – mit dem Eurokurs ist aber alles „bezahlbar“ – und wenn ich an einer Raststätte der Panamerica ca 0,50 € für meinen café con leche und 0,60 € für eine Coke light bezahle, tausche ich das gerne gegen unsere Autobahnraststätten. Nur bei einigen Touri-Angeboten empfand ich es als verhältnismäßig teuer – ansonsten gilt natürlich auch, je größer die Diskrepanz zwischen Durchschnittseinkommen Tourist/Einheimischer – je unsicherer sicherlich auch das Land – und CR soll schließlich immer noch das sicherste Land Lateinamericas sein. – In Tourirestaurants haben wir für ein gutes Steak mit Beilagen und Getränken ca. 10€ bezahlt – das sind höchstens 40 % von unseren Preisen.
Resumée:
Zunächst hatte ich schon einen ausführlichen Reisebericht geschrieben - aber der erschien mir dann zu lang - also habe ich hier nur vermerkt, was ich vorher gerne noch gewusst hätte - und kann in der Konsequenz nur wiederholen, was schon oft geschrieben wurde - Ein Besuch in CR ist wirklich lohnenswert, wenn Interesse an Natur und stillen Ecken mit einem Südamerikanischem Ambiente besteht.
Pura Vida! - georg



