Das Kronjuwel der National-Parks von Costa Rica und artenreichster Regenwald nördlich des Amazonasbeckens mit einer unglaublich reichen Tier-und Pflanzenwelt. Ausgangspunkt um den Corcovado zu entdecken ist Puerto Jimenéz auf der Halbinsel Osa im Süden des Landes. Hier befindet sich auch die Parkadministration um die obligatorische Reservation vorzunehmen. Eine weitere Möglichkeit besteht über die Hotels in Drake Bay.
Eins vorweg
Die Wanderung im Corcovado setzt eine gute Kondition voraus. Das Wandern auf kilometerlangen Pfaden durch dichten Urwald, am Strand entlang und das durchqueren der Bäche und Flüsse ist strapaziös. Dies in einem feuchtheissen, tropischen Klima.
Aber eins haben die Wanderer welche abgekämpft, verdreckt und total verschwitzt an den Ranger-Stationen eintreffen gemeinsam; die Augen strahlen.
Bei Planung der Wanderungen müssen Flut und Ebbe berücksichtigt werden. Bei Flut sind weite Strecken am Strand und Flussdurquerungen unsicher. An den Parkstationen gibt es Tabellen zu Flut und Ebbe und die Ranger geben gerne Auskunft.
Einige der Gefahren, die lauern:
*Flüsse müssen durchquert werden, was meistens nur bei Ebbe möglich ist. Bei Hochwasser warten Haie und Krokodile. Aber auch dann ist Vorsicht geboten, Krokodile sind Meister der Tarnung und manchmal nur schwer zu erkennen.
*Peccaries (Wildschweine) erscheinen meist in großen Gruppen und greifen an, wenn sie sich bedroht fühlen. Dann hilft nur die Flucht auf einen Baum.
*Schlangen fliehen meistens, beissen aber blitzschnell zu, falls sie sich angegriffen fühlen.
*Myriaden von Insekten und auch wilde Bienen, die kompromisslos attackieren, wenn man sie stört.
Im Park gibt es vier Ranger-Stationen. Die Stationen San Pedrillo, La Leona und Los Patos bieten nur eine Camping-Möglichkeit. Die Station Sirena bietet einfache Übernachtungsmöglichkeit und drei Mahlzeiten täglich. Sirena ist gut besucht und eine Reservation obligatorisch. Wie bei den andern Stationen kann aber auch gecampt werden.
Mindestens drei Tage sollten für diese Tour eingeplant werden. Zwei Tage Wanderung von und nach der Station Sirena. Ein Tag zum Erforschen der faszinierenden Tier-und Pflanzenwelt um die Station.
Fahrt zum Parkeingang:
In der Hauptsaison gibt es pro Tag zwei öffentliche Verbindungen(Colectivo) von Puerto Jiménez nach Carate. In der Nebensaison von Juni bis November fährt das Colectivo manchmal nur am Morgen. Die Fahrtzeit dauert etwa zwei Stunden.
Nach Los Patos gibt es zurzeit keine öffentlichen Transportmöglichkeiten. Etwa fünf Kilometer vor der Parkstation Los Patos gibt es eine kleine Lodge, die Cerro de Oro Lodge. Eine weitere Möglichkeit, die Danta Lodge, liegt etwa acht Kilometer vor Los Patos. Ideal um vor oder nach der Wanderung zu übernachten.
Für individuelle Touren durch den Corcovado sind ein leichtes Zelt und eigene Lebensmittel von Vorteil, da bei allen Rangerstationen gecampt werden kann, aber nur die Station Sirena Schlafräume und Mahlzeiten bietet. Ohne Zelt sind die jeweiligen Wanderstrecken länger.